Dienstag, März 27, 2007

遂に春が来た。

Nach einigen Tagen mit Regen, Sturm, Sonnenschein und wieder Regen, scheint sich das Wetter hier in Tokyo so langsam entschieden zu haben. Gestern war ich im überteuren Ginza (glaub ich spare mir das mit dem "Teuer" in Zukunft, ihr wisst ja langsam bescheid was hier los ist ;o) spazieren und hab ein paar schöne Fotos machen können.

So langsam hält der Frühling Einzug Das Ganze Land wartet momentan gespannt auf die Kirschblüte - eines der größten Wahrzeichen Japans. Die Blüten sind extrem wetterempfindlich, weshalb sie sich wohl noch etwas Zeit lassen. Gerade während ich dies schreibe, ziehen schon wieder neue Wolken auf.

Mir geht es soweit ganz gut. Nach dem letzten Regen-Wasserfall habe ich mich aber anscheindend etwas erkältet. Deshalb bin ich nach meinem ersten Schüler heute gleich wieder nach hause gefahren und hab mich in die Koje gehauen. Vielleicht kennt mein Mitbewohner ja ne japanische Wundermedizin.








Mehr Fotos (auch vom Ginza-Shopping-Destrikt) gibt es wie immer in der Flickr-Gallerie.

Freitag, März 23, 2007

Happy Birthday!

Alles Gute zum x-ten Geburtstag Naddl!!! Auf das bei der nächsten Kerze die Frauenärztin in Sack und Tüten ist ;) Übrigens habe ich eine Schülerin die im 5.Monat schwanger ist. Wenn "es" sich wagt, während einer meiner Stunden rauszukriechen, werde ich dich wohl panisch um Rat bitten müssen ;o)

Mittwoch, März 21, 2007

Verbrüderung mit dem Feind

Kaum sind unsere Jungs aus dem Haus, fangen die Mädels an, sich mit den Tramplern über uns anzufreunden.
Folgendes ereignte sich: Gestern fanden wir eine Postkarte in unserem Briefkasten mit einer "Einladung zum Kaffe und Apfelkuchen" von der Wohnung über uns. Ganz gespannt machten wir uns gegen 5 auf dem Weg und erklamen neues Terrain, denn weiter als zu dem ersten Stock bin ich noch nicht gekommen. Da oben angekommen, machte nicht wie von Paul vermutet der Dicke mit seiner fetten Freundin die Tür auf, sondern 3 Jungs! Ein Bayer, ein Norweger und ein Chinese und das auch noch alles Mediziner. Ihr könnt euch also vorstellen, das die Konversation mit den vielen Akkzenten sehr anstrengend für unsere Ohren waren. Aber es gab kulinarischen Ausgleich mit Chilli con Carne, Brot, Wein und natürlich der versprochene Apfelkuchen. Ich muss schon sagen, die Jungs legten sich mächtig ins Zeug und manchmal kam die Frage des "Hakens an der Sache" auf? Wir fanden keinen. Neidvoll mussten wir zugeben, das die 3 Jngs eine viel sauberere Wohnung haben, es wurden Holgergeschichten ausgetauscht und wie es der Zufalll so wollte auch Medizinergeschichten, die arme Katja.
Als Fazit dieses Abends muss ich sagen, ja es gibt auch eine Welt über uns! und die besteht nicht aus hinterhältigen Tramplern, die sich an Paul rächen wollen.
Also erkundete ich weiter die Wohnug. Zu meiner Überraschung wohnt nicht der Dicke Norweger über Paul, sondern über Rene, also ist die Körpermasse nicht das Trampelproblem. Dann begab ich mich in das Zimmer über Paul und ich stellte das Übel fest: einRudergerät! Paul über dir wohnt ein durchtrainierter Sportler, bei der nächsten Trampelattacke stell dir einfach seine Muskelberge vor.

Samstag, März 10, 2007

Harajuku / Omotesando / Meiji-Schrein / Cos-Play

Heute hab ich mir einmal die Zeit genommen, um mir die Gegend in Aoyama mal etwas näher anzuschauen. Klar, dass es dort als erstes nach Harajuku ging - dem Einkaufs-Mecka von Tokyos Jugend. Hier reihen sich die wildesten Shops aneinander: Ledergarderobe, Schulmädchenuniformen in Herrengröße, Prinzessinen-Outfit oder Ganzkörper-Tierkostüme gefällig? Dann bist du hier richtig! Neben allerhand Blödsinn gibt es aber auch viele Läden mit unglaublich coolen Klamotten - zu unverschämt hohen Preisen versteht sich.



Harajuku ist lediglich ein kleiner Bezirk mit vielen schrillen Läden. Vergleichsweise größer ist das quasi nebenan liegende Omotesando - bekannt für seine lange Einkaufsstraße. Was in in Harajuku schon überteuert war ist in Omotesando nicht mehr bezahlbar. Hier gehen nur die wohlbetuchten einkaufen, der rest schaut (wie ich) neidisch in die Fensterauslage. So gab es beispielsweise eine vergoldete Dolce & Gabana Version meines Motorola Razr Handys. Seufz.




Nachdem ich mich aus dem Getümmel in Omotesando herausgekämpft hatte, bin ich in den Park gelaufen der den Meiji-Schrein umrundet. Schon komisch: In einem Moment ist man noch in der größten Metropole der Welt, Menschen soweit das Auge reicht, und plötzlich findet man sich in einem ruhigen und baumreichen Wald. Der Meiji-Schrein selbst ist wunderschön - kein Autolärm lässt sich hier hören. Ich hatte Glück: Zur Zeit meines Besuches war wohl gerade eine Hochzeit im Gange.




Vor dem Meiji-Park gibt es einen kleinen öffentlichen Platz der von vielen Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wird. Was man hier aber vor allem sehen kann, sind Gruppen von Teenagern die ihre Cosplay-Kostüme zur Schau stellen. Wenn man ein Foto machen will, nehmen sie bereitwillig ihre Posen ein und grinsen mehr oder weniger freundlich. Die Kostüme reichen von super-"kawaii" bis extrem abschreckend. Sehr lustig das Ganze. Und "Free Hugs" gab es auch noch ;)




Mehr Fotos gibt es wie immer in der Flickr-Gallerie!

Mittwoch, März 07, 2007

Spock

Falls jemand zu gut schläft und sich unbedingt schlaflose Nächte wünscht, dem sei folgendes Video wärmstens empfohlen. Mir kann keiner erzählen, dass Leonard Nimoy in den wilden 60ern nicht ordentlich was weggeraucht hat. Schrill ! ;)

Montag, März 05, 2007

Tokyo-Tower

Das die Japaner gerne sachen imitieren, habt ihr ja schon an der putzigen Freiheitsstatue-Nachbildung auf Odaiba gesehen. Klar, dass Japaner auch ihren eigenen Eifelturm wollen. Der Tokyo Tower ist zwar farblich etwas fragwürdig, dafür aber höher als das Pariser Vorbild. Von oben gibt es eine atemberaubende Sicht auf die Stadt. Der Himmel war zwar ein wenig trüb, aber einen tollen Sonnenuntergang war trotzdem zu sehen. An klaren Tagen kann man von hier bis zum Fuyisan sehen. Im Sommer werde ich sicherlich noch einmal hierher kommen. Die tausend Stufen von der Mittelplattform bis ins Erdgeschoss wollte ich auf dem Weg nach Unten unbedingt hinab steigen. Natürlich tut mir heute jeder Muskel in meinen Beinen weh...



Sonntag, März 04, 2007

カラオケ館

Gestern fand sie endlich statt - meine Karaoke-Entjungferung. Zusammen mit Mitbewohner Daishi und Freundin Minako ging es ins Big Echo, einem Karaoke-kan. Zuvor haben wir wir noch, hmm wie beschreibe ich das am besten, bei einem Delikatess-Hamburger-Restaurant gegessen: Das bedeutet (wie bei so vielem hier in Japan), dass man besonders viel für besonders wenig bezahlt. Mein Hamburger war zwar äußerst lecker - ich hätte davon aber durchaus noch 2,3 Essen können. Gestärkt ging es dann zum Singen. Die Räume variieren von Modell Besenkammer bis Konferenzraum. Da wir nur zu dritt waren haben wir uns für das kleine Modell entschieden. Die Karaokemaschinen sind endgeil: Sie sind irgendwie mit dem Internet verbunden und downloaden JEDEN gewünschten Song on-the-fly. Die Lieder lassen sich auch nach der Tonhöhe des Sängers anpassen - was vor allem für Amateur-Barden wie Richi interessant wäre ;) Das Karaoke-kan ist extrem komfortabel: Man greift einfach zum Telefonhörer und bestellt sich die Getränke (oder Knabberzeug) direkt aufs Zimmer. Selbstverständlich darf (wie überall in Japan) auch geraucht werden. Zusammen mit Minako habe ich so ziemlich jedes Disney-Film-Duett gesungen, dass uns einfiel und aus den geplanten 2 Stunden wurden schließlich 3,5. Anschließend ging es noch in ein Isakaya - was wohl die japanische Variante von unseren traditionellen Gasthöfen ist (+ viel rohem Fisch und heißem Sake versteht sich). Der Abend war ganz schön kostspielig und ich werde mich die nächste Woche wohl von Puffreis ernähren müssen - zum Karaoke will ich jedoch so bald wie möglich wieder gehen. Ihr seid herzlich eingeladen ;)

Donnerstag, März 01, 2007

Update 2

Ich bin total fertig. Wie ich bereits geschrieben habe, mach ich ja jetzt auf oberschlauen Englisch-Lehrer. Letzten Freitag habe ich quasi einen Großauftrag bekommen. Ein Business-Mann Mitte 30 wollte sich auf sein am Freitag, in Englisch stattfindendes Job-Interview vorbereiten. Da ihm das ca. eine Woche zuvor einfiel, war für ihn klar, dass er ein Intensivprogramm benötigen würde. Jo, und das war dann wohl ich: 4 Stunden, jeden Tag, 5 Tage lang. Haben uns natürlich wenig mit dem üblichen Lehr-Schnickschnack beschäftigt, sondern das Interview bis zum Erbrechen geprobt. Er ist echt ein lustiger Kerl, arbeitet in der Lebensmittelindustrie (vielleicht darf ich mit auf ne Lebensmittelmesse im März :> und bewirbt sich für ne Top-Position bei einem der größten Lebensmittelherstellern der Welt. Ha! Was bin ich wichtig. Morgen schlaf ich aber erstmal richtig aus, bevor ich mich an die Weltherrschaft mache...

Sonntag, Februar 25, 2007

Update


DSC01136.JPG, originally uploaded by paultokio.

Für alle die sich vielleicht wundern: ja ich lebe noch! In der letzten Woche ist endlich mein Nebenjob hier in Japan ins Rollen gekommen. Ich unterrichte jetzt mehrmals die Woche verschiedene Klienten in Englisch - denn, unglaublich aber war: Mein Englischniveau ist hier in Japan wohl dem eines Englischprofs. gleichzusetzen ;) Ich hatte übrigens auch die Möglichkeit als Assistant Language Teacher in einer Mittelschule zu arbeiten. Dies wäre dann ein Fulltime-Job gewesen, der auch sehr gut bezahlt wird. Habe mich dann aber schließlich doch dagegen entschieden, weil ich, wie ihr ja wisst, mit Kindern generell nicht so gut kann und ich kein Bock habe den ganzen Tag in nem Klassenzimmer zu verbringen. Das Private Teaching hat den Vorteil, dass man immer neue Menschen kennenlernt und sich mit ihnen gemütlich irgendwo nen Kaffee trinken geht (den müssen sie nämlich auch bezahlen). Sehr spannend das Ganze! In Tokyo ist es im Übrigen momentan hundskalt und tsunamiartig windig - das soll sich aber spätestens im März ändern.

Kleine Sidenote für Richi: Bin bei meinem Gürtel ein Loch weiter - wie schaut's bei dir aus? ;o)

Sonntag, Februar 18, 2007

Yasukuni-Schrein

Gestern hat sich Daishi zu einer Stadttour angeboten und ich hab mir als Ziel den Yasukuni-Schrein ausgesucht. Die Japanologen unter den Lesern sollten ja eigentlich schon genau wissen, worum es sich bei diesem speziellen Gebäude handelt. Hier wird zu den Geistern der Ahnen gebetet. Doch nicht nur der liebe Opa oder der zu früh verstorbene Sohn befinden sich unter den Geistern - auch Japans Kriegshetzer aus dem 2. Weltkrieg werden hier verehrt. Der ehemalige Premierminister Japans, Koizumi betete einmal jährlich am Yasukuni-Tempel, was jedes mal einen Aufschrei durch den Rest Asiens nach sich zog. Man stelle sich nur unsere Lieblings-Angie vor, wie sie am Heldendenkmal von Göbbels einen Kranz niederlegt. Undenkbar!
Klar, dass ich diesen Hotspot japanischer Kultur unbedingt sehen musste.





Donnerstag, Februar 15, 2007

Mein Zimmer

Ein paar von Euch haben sich noch ein paar Infos darüber gewünscht, wo ich denn nun eigentliche wohne. Wohne im zentrumsnahen (was in dieser Metropole immer noch eine halbe Stunde Fahrt ins Zentrum bedeudet) Nerima-Ku. Wohne hier nicht alleine, sondern mit zwei Japanern zusammen. Der eine ist auch gleichzeitig der Vermieter - Haniu-san. Er ist schon etwas älter (über 40) und ist wohl ein recht hohes Tier bei einer Real Estate-Firma. Der andere ist Daishi, der gerade soetwas wie ein Praktikum/Voluntariat/Ausbildung (so genau hab ich das nicht gerafft) bei einer Bank macht. Er ist ungefähr in meinem alter und wir quatschen (da sein Englisch für japanische Verhältnisse doch sehr gut ist) über viel Blödsinn. Er hat auch eine Zeit in Heidelberg studiert und spricht natürlich kein Wort deutsch. Bis auf eine Reihe von Biersorten die er mühelos auflisten kann. Nächste Woche ändert sich das: wir wechseln (auf eigenen Wunsch) knallhart ins Japanische... vermutlich werde ich dann nur noch eingeschüchtert in meinem Zimmer hocken :D Nun gehts in die Federn, morgen geht es früh nach Akihabara - dem Technik-Geek-Mecka von Tokyo!

Beschäftigungstherapie

Da glaubt man langsam zu verstehen wie die Japaner so ticken und dann muss man sich sowas mit ansehen: Diese Art der Beschäftigung, vermutlich in Anlehnung an "Spiele ohne Grenzen", gehen Japaner überall in Tokyo nach. Wer mir den Sinn dahinter erklären kann gewinnt den Spezial-Paul-Preis.

Mittwoch, Februar 14, 2007

Ski-Urlaub

Während Paul sich nun seine erste Woche durch den Großstadtdschungel Tokyos geschlagen hat, haben Andi und ich uns in der Tschechischen Provinz beim Ski- bzw. Snowboardfahren vergnügt. Nach gut 4 Stunden Fahrt waren wir doch sehr erleichtert, dass wenigstens im Riesengebirge Schnee lag. Wir hatten uns auf der Fahrt durchs Grüne ja schon fast auf Wandern eingestellt.

[Das waren dann wohl wir ... Andi und ich stehn da ganz hinten in der Mitte]



[Martin und Berit ...] [Andi auf unser'm Hausschlitten lässt mich schufften ...] [Und zu guter letzt: Unser idyllisches Häuschen]

Dienstag, Februar 13, 2007

"Ham' wa irgendwie nich nee" - RTL Nachtjournal bei uns in der WG

Nach diesem Auftritt wird aus Richi höchstens der nächste Adam Sandler ;o) Für alle die es verpasst haben:



Unsere WG als Fernsehstudio!


Flutlichter, Kameras und Mikrofone sowie der Kameramann, der Mensch für den Ton und eine gut gebaute Redakteurin waren gestern in der WG anzutreffen. Gegen 15.00 erhielt ich den Anruf einer RTL-Redakteurin, ob ich nicht Lust hätte an einem Bericht zum Thema Energieberatung teilzunehmen. Kamerageil wie ich bin sagte ich natürlich sofort ja. Erst bei näherem zuhören, stellte sich heraus, dass der Bericht in unserer WG gefilmt werden sollte. Meine liebenswerte Mitbewohnerin Naddl, geplagt von einer Nierenbeckenentzündung, machte auf dem Fuß kehrt, denn sie hat eher ne Kameraphobie. Doch die neueste im Bunde musste herhalten... völlig überrascht öffnete sie die Tür und trat ein in Hollywoods gleißenden Glamour. Ich rechnete ja mit einer halben Stunde, doch von 17.30 -20.30 waren wir Sklaven der Filmgesellschaft. Die meiste Zeit standen wir Tatenlos herum und nur ab und zu waren wir vor der Kamera zu finden. Denn bei einem guten Film heißt es warten, warten, warten! Nun ja gestern Abend wurde der Bericht dann auch gleich ausgestrahlt im Quotenträchtigen Magazin Nachtjournal! Leider hab ich es nicht geschafft aufzubleiben, aber ein Oskar für den besten Kurzfilm sollte uns sicher sein!

Sonntag, Februar 11, 2007

Odaiba

Gestern ging es mit meiner Reisebegleitung (die aus Datenschutzgründen ungenannt bleibt) auf eine kleine Insel - Odaiba. Die Einwohner Tokyo haben sich darauf ihr Amüsierviertel errichtet. Das was in der Innenstadt schon gigantisch unüberschaubar ist, wird hier auf die Spitze getrieben: Eine Mall nach der anderen, überall Spielhallen und Attraktionen. Joa, sogar die Freiheitsstatue haben sie sich unter den Nagel gerissen! Alle Malls sind nach einem bestimmten Thema gestaltet, wie z.B. Chinatown oder Venedig. Da wird man schnell orientierungslos. Und das ganze ist natürlich wieder angefüllt mit tausenden umher wuselnden Japanern auf der Jagd nach neuen, unbezahlbaren Klamotten. Selbst den Vierbeinern gefällt's gut. Schon irgendwie witzig: Einer der ersten Beiträge dieses Blogs, hatte schon einmal Odaiba zum Inhalt. Das ich ein halbes Jahr danach selber auf dieser Insel bin habe ich mir wohl selbst nicht vorstellen können.
Die tolle Babytrinkflasche ist übrigens mein Vorschlag für die Geschmacklosigkeit 2007.





Freitag, Februar 09, 2007

Update

Momentan ist alles etwas stressig, weil es heute abend in mein eigenes Zimmer geht. Ich muss den Inhalt meines Koffers der sich nach meiner Ankunft in Daijis Wohnung explosionsartig verteilt hat erst einmal wieder zusammen sammeln. Deswegen nur ein kurzes Update:

Am Mittwoch wurde mir durch meinen sympathischen, persönlichen Reiseführer der Stadtteil Shibuya vorgestellt (kaffeetrinkend auf Bild rechts). Wahrscheinlich das Shopping-Mecka für mich während meiner Zeit hier. Ein cooler Klamotten-Laden nach dem nächsten - wobei ich vermutlich nur in 99% der Sachen hier wirklich rein passen würde. Es fällt mir bis jetzt jedoch immer noch recht schwer von außen zu erkennen, ob es sich um Männer- oder Frauenmode handelt, alles ist irgendwie sehr eng geschnitten, quitschfarbig gehalten und mit zahlreichen Glitzersteinen besetzt. Eine Gürteltasche durfte es dann aber trotzdem sein ;o)

Daiji und Lx sind gestern in Japan angekommen. Auf Daijis Einladung ging es dann erst in ein Sushiya (lecker Fisch-,Krabben- und Tentakel-Zeug) und am Abend wurde noch ordentlich in einem kleinen Lokal in Kokubunji gebechert.... Nach den Klängen aus der Toilette zu urteilen, war dies anscheinend auch für Daiji ein Sake zu viel gewesen ;o)

Mittwoch, Februar 07, 2007

Shinjuku

Willkommen in Tokio's Shoppingparadies. Gestern habe ich mich noch einmal nach Shinjuku gewagt - ganz ohne Begleitung und mit meiner Kamera bewaffnet. "Reizüberflutung" wäre wahrscheinlich massiv untertrieben, wenn ich das ganze Spektakel mit einem Wort beschreiben müsste. Ich habe mich jedoch sehr, an den Urlaub in Las Vegas erinnert gefühlt - es blinkt, leuchtet und gröhlt aus jeder Ecke. Shinjuku ist eine Mischung aus Einkaufsviertel und Vergnügungstadt: Überall befinden sich riesige Kaufhäuser, Karaokeclubs und Pachinko-Hallen. Natürlich alles überfüllt mit einem Gewusel an Japanern. In einem Kaufhaus hielt ich mich beinahe 2 Stunden auf: Die 10 Stockwerke haben mich dann doch ein wenig überfordert. Natürlich habe ich mich am längsten in den Elektronikabteilungen aufgehalten ;) Für die, die es interessiert: Die Playstation 3 scheint relativ gut erhältlich zu sein. Sie kostet umgerechnet, mit der kleinen Festplatte dank des schwachen Yens auch nur 359Euro. Der Wii hingegen ist auch hierzulande überall ausverkauft (160Euro). Bei nem McDonalds habe ich mir dann mal einen Milkshake gegönnt... Schließlich habe ich schon seit Tagen das Gefühl total unterzuckert zu sein. Unglaublich lecker: Der Shake hatte sogar noch eine extra Schoko-Spur gehabt! Dafür ist die Definition von "groß" in Japan wie bei so vielen Dingen wohl eine andere ;)

Ich denke hier werde ich mal so richtig die Sau raus lassen, wenn ich meine finanzielle Situation besser einschätzen kann. Stand gestern schon kurz davor mir ein geiles Hood-Jacket zu kaufen und konnte mich nur schwer zusammenreißen.

Mehr Fotos gibt es in der Flickr-Gallerie.



Montag, Februar 05, 2007

Suchtmittel

Da dachte ich ja eigentlich ich könnte mir prima das Rauchen abgewöhnen in Japan. Nun stellt sich tatsächlich heraus, dass Zigaretten so ziemlich das einzige sind, dass hier nicht unverschämt überteuert ist (ca. 2,50€ die Schachtel). Auch mit Alkohol verhält sich das ähnlich: Solange es sich nicht um Import handelt, ist es wirklich erstaunlich billig. Ich bin mir jetzt auch sicher, dass der berüchtigte Alko-Pop in Japan erfunden wurde, unglaublich wie viele Sorten die von dem Zeug hier haben! Naja, habe jetzt bei den roten Dosen angefangen und arbeite mich so langsam durch den Regenbogen...

アパート

Ha, das ging doch schneller als gedacht: Ich habe mein Zimmer in Tokyo gefunden! Ich denke mal eine genaue Lagebeschreibung sagt euch sowieso nicht soviel, aber es ist nur ca. 25 Minuten von Shinjuku entfernt und besitzt Wände aus echtem Beton ;) Das ganze war eigentlich schon beschlossene Sache, als mir der Vermieter die Tür aufgemacht hat: auf seinem riesigen Fernseher lief doch glatt "24", klar dass ich da nicht nein sagen konnte. Das geilste ist, dass das Zimmer sogar einen Balkon hat! Wie ihr sehen könnt, werde ich wohl auch nicht Hungerleiden müssen - die Bedienung meines Inhouse-McDonalds kann mir quasi die Cheeseburger nach oben schmeißen (Mein Zimmer liegt 2 Balkone über dem großen "M")! Am Freitag ziehe ich schon ein.

Sonntag, Februar 04, 2007

Daiji's Home

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber ich habe es gestern tatsächlich geschafft (mit ein wenig Hilfe) mir in Shinjuku ein Handy zu kaufen. Das ist schon eine Erleichterung - schließlich kommt man sich nicht mehr wie der letzte Marsmensch vor: Wenn ihr geglaubt habt, dass mit den Handys wäre in Deutschland schon schlimm, dann könnt ihr euch nicht vorstellen was in Japan los ist. In der Bahn und auf der Straße: JEDER starrt wie hypnotisiert auf seinen kleinen Klappkasten. Da wird gespielt, im Internet gesurft, jedoch meistens getextet. Komischerweise telefoniert keiner von ihnen. Ich habe mir einmal so durchgerechnet, dass wenn jeder von den Japanern in der Ubahn SMS bzw. Emails auf seinem Handy schreibt, kommen die bei ner durschnittlichen Fahrt auf fast 10 SMS. Ich würde zu gerne wissen was für einen Blödsinn sich die ganze zeit hin- und her schicken. Vielleicht: "Du, ich hock gerade in der Bahn." - "Joa, ich auch."


Habe heute einen ganzen Haufen an Bewerbungen geschrieben und mich nach Wohnungen umgesehen. Ich wollte eigentlich früher aus dem Haus um ein paar Fotos von Kokubunji zu schießen - aber als ich endlich in die Spur kam, wurde es schon zu dunkel zum Fotografieren. Deshalb hier nur Fotos von meiner Unterkunft (siehe oben) und meinem Block (rechts). Bin dann musikhörend noch ein paar Stunden durch die Gegend gelatscht. Sehr merkwürdig: Kokubunji wirkt auf mich vom Feeling her viel mehr wie Deutschland als Houston es tat. Vermutlich liegt das aber auch an den gleichen Temperaturen. Es ist ganz schön frisch.
War bei meinem Spaziergang auch mal in einem dieser Mangaläden. Vollgepackt mit Menschen die alle total versunken in ihre Bücher sind, aber nichts kaufen. Ich habe mir aus Verlegeneheit dann auch mal eins in die Hand genommen - bis ich mitbekommen habe, dass ich wohl in der Mädchenabteilung stand, hatte mich schon eine Frau von der Seite mißtrauisch beäugt.

Samstag, Februar 03, 2007

Ohayou !

Toll, da hatte ich eigentlich vor, mindestens 12 Stunden am Stück zu schlafen und wache doch tatsächlich Punkt 8:00 morgens auf. Weiterschlafen? Keine Chance. Dazu bin ich dann doch zu aufgeregt.
Heute abend (bei euch so um 12Uhr mittag) gibt es die ersten Eindrücke: Es geht nach Shinjuku um sich dort ein Handy zu kaufen.

P.S. Diese japanischen Badewannen sind einfach der Hammer: Nachdem ich gestern fast den gesamten Häuserblock in die Luft gesprengt habe (unglaublich, die haben hier in manchen Bezirken noch Durchlauferhitzer mit Gas!), saß ich dann mit den Kopf zwischen den Knien in dem ca. 1 Meter tiefen, engen Becken. Hat aber irgendwie was für sich.

Freitag, Februar 02, 2007

Angekommen!!!

Ich habe es tatsächlich geschafft und bin in meiner Unterkunft am anderen Ende der Welt gut angekommen!
Und das trotz der Unfähigkeit der Deutschen Bahn: Mitten auf der Strecke nach Frankfurt ist der ICE vor uns liegen geblieben. Wie sich heraus stellte, ist ein Kuppelstück zwischen den Zugteilen gerissen - Das Vorderteil des Zuges fuhr also weiter und der Rest blieb stehen und blockierte den nachkommenden Verkehr. Da sich kein Zugführer unter den Reisegästen befand (ja, es wurde dafür tatsächlich eine Lautsprecheransage gemacht) mussten die Passagiere erst in unseren Zug evakuiert werden. Super lustig: Der Zug fuhr dann auch nicht mehr bis zum Flughafen, wir durften uns mit 3x Umsteigen allein zum Flughafen durchschlagen.
Nachdem ich nun aber bei der über 2 stündigen Busfahrt durch Tokyo gesehen habe, wie groß diese Stadt wirklich ist und nachdem ich auch gleich mal panisch in der Ubahn nach dem Weg fragen musste, trau ich mich wahrscheinlich bis Lx hier ist nicht mehr raus ;) Ne, morgen gibts die ersten Fotos und mehr Details, falle jetzt erstmal totmüde ins Bett. Over and Out.

Donnerstag, Februar 01, 2007

Abflug

Besucher