Dienstag, Oktober 23, 2007

Potion



Auch im Land der unendlichen Videospielefreuden steht Product Placement ganz oben auf der Liste der wirksamen Werbemittel. Zum 10-jährigen Jubiläum von Final Fantasy VII gibt es jetzt "Potion", das Originalgesöff aus dem Spiel. Wie beim virtuellen Vorbild kann man hiermit "verlorene Lebensenergie wieder auffüllen" - so der Werbespruch. Da ich bei Energygetränken sowieso nie nein sagen kann und die Dosen einfach zu cool ausschauen, habe ich gleich mal ordentlich zugeschlagen und mir von jedem Motiv eins gekauft. Schmeckt gar nicht so übel. HP+500 !!





Habe bei Youtube auch noch beide Werbespots für das Getränk gefunden. Bin heute übrigens bei der 3. Dose.


Montag, Oktober 22, 2007

Film-Überraschung: "Stardust"

Gestern gesehen und überraschend gut gewesen.

Im Prinzip ein romantisches Märchen mit viel Witz, Ironie und nicht zu vegessen schönen Bildern. Die Redakteure der aktuellen Cinema meinen zwar, die Story sei zu holprig und gaben deshalb nur eine mittelmäßige Wertung ab. Lediglich die Hauptdarsteller-Riege wird gelobt: Claire Danes, Michelle Pfeiffer, Robert de Niro,... Ich aber kann das weniger nachvollziehen. Mal vom tatsächlich ziemlich unästhetischen deutschen Titel "Der Sternenwanderer" abgesehen. Was hat die Macher nur von einer 1:1 Übersetzung abgehalten, frag ich mich...



Also mein Fazit: Sehenswert und späeterer DVD-Kauf überlegenswert.

Sonntag, Oktober 21, 2007

Paul's Song of the Week



Irgendwie habe ich mit dem neuen Ipod meine Liebe zur Musik wiederentdeckt und teste nun auch unbetretene Gewässer außerhalb meiner 4 Stamminterpreten. In dieser Woche bin ich sehr von dem neuen Album "Kala" der Sängern M.I.A. angetan. Nicht zu verwechseln mit der deutschen Band Mia, mixt die schrille SriLankanerin (!?) ihre eigene Art von Rap mit viel Elektro und fetten Beats. Das Ergebnis bewegt sich so ziemlich außerhalb aller bekannten Musikstilbahnen und ist deswegen nicht zu jeder Zeit unbeschwert zu verkraften. Am besten gefällt mir auf der Scheibe momentan "Paper Planes" - ein Song über ... ähh bewaffneten Überfall!?

Und was hört man gerade in Deutschland?

Samstag, Oktober 20, 2007

Baby-Bingo




Wie aufmerksame Blog-Leser wissen, erwartet eine der Ex-WG-Mitbewohnerinnen in kurzer Zeit ihr erstes Kind. LX ist inzwischen im 9. Monat schwanger und ab nächste Woche kann es quasi jeden Tag soweit sein. Ab diesem Zeitpunkt gilt eine Geburt nicht mehr als Frühgeburt. Die Ärzte sagen, dass der japanisch/deutsche Brocken so um den 14.November zur Welt kommt. Ich habe mich heute persönlich vom Zustand der werdenden Mutter überzeugt und kann bestätigen, dass sie kurz vorm Platzen ist. Sie kann kaum 2m laufen, ohne sich hinzusetzen und sich dann mit Massen an Kuchen und Eis zu stärken.
Meine überirdische Intuition sagt mir jedoch, dass das Kind am 4.November auf die Welt kommen wird. Dazu habe ich Sternenkonstellationen berechnet und Runen gelesen. Bin mir quasi zu 99% sicher. Laut LX gewinne ich alleiniges Namensentscheidungsrecht, wenn ich mit meinem Tipp richtig liege. Wie lautet euer Tipp?

Nico - 30. Oktober
Richi - 3. November
Paul - 4. November
Jane - 7. November
Naddl - 18. November (frühe Morgenstunden)

Freitag, Oktober 19, 2007

Foto der Woche




Faule Katze in einem Stadtcafe. Sorry für die Bildqualität, hatte nur das Handy dabei.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Halloween-Kreationen 2007

Hier unsere Kürbis-Kreationen diesen Jahres. Nachdem sie uns auf der GC derart amüsiert haben, ist die geschnitzte Variante einem von Raymons Raving Rabbits nachempfunden.
Die essbare Variante ist quasi ein mit einer Hackfleisch-Kürbis-Lauch-Feta gefüllter Kürbis. Sehr lecker! Rezept hier nachzulesen.



Und hier noch ein paar Eindrücke von den Vorbereitungen - ach ja: Eine Kürbis-Kokosmilchsuppe gabs ja auch noch (die köchelt da im Topf vor sich hin)



Tja ... mittlerweile aber können wir unseren Raving Kürbis nur noch auf dem Balkon bewundern, da er schon ziemlich eklig Schimmel angesetzt hat :( Das Bild erspar ich dem geneigten Blog-Leser aber besser.

Samstag, Oktober 13, 2007

Hakone



Ungefähr 2 Stunden außerhalb von Tokio befindet sich der größte Berg Japans, der Fuji-san. Um ihn herum gibt es zahlreiche kleinere Bergketten. In einer dieser Bergketten liegt Hakone, dass in Japan für seine heißen Quellen berühmt ist. Dort habe ich mich zusammen mit meiner kamerascheuen Freundin Risa rumgetrieben.

Gefahren sind wir mit dem sogenannten "Romance Car" der Odakyu-Linie. Anders als ich es mir jedoch vorgestellt hatte, brennen im Zug keine Kerzen auf den Tischen und Wein wurde uns auch nicht serviert. Den Namen bekommt der Zug vermutlich von seinen großen Fenstern, die einem eine tolle (romantische) Sicht auf die vorbei sausende Natur ermöglichen. Die Frau vorm Zug kenn ich übrigens nicht und was ich dort esse ist Schleim mit grüner Tee-Füllung (der genaue Name ist mir entfallen) - lecker!




In einem Vorort von Hakone angekommen ging es mit einem der örtlichen Cable-Cars den Berg hinauf.
Die Bahn schlängelt sich dabei traversenartig nach oben, was bedeutet, dass andauernd die Fahrtrichtung gewechselt werden muss. Verrückt!




In Hakone angekommen, haben wir dann erst einmal die nähere Umgebung ausgelotet. Nach dem ganzen Stress musste ich mir erst einmal ein Wasabi-Eis gönnen. Aua, ganz schön scharf!





Mit Wasabi-Eis im Bauch fühlte ich mich dann unbezwingbar und wollte unbedingt einen der nahe liegenden Berge erklimmen. Den Berg den ich mir ausgesucht hatte, wurde in unserem Hiking-Führer ausdrücklich für Fortgeschrittene ausgewiesen. Klar, dass das Superpaul nicht abschreckt! Hätte ich gewusst, auf was ich mich da eingelassen habe, hätte ich mir das sicherlich noch einmal überlegt. Es dauerte etwas über 3 Stunden, bis wir die Spitze des 1km hohen Byoubu-san erreicht hatten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war ich mit den Kräften am Ende. Die Steigung war nämlich recht steil und der Weg kaum erkennbar. Während Risa zügig nach oben schlenderte, versuchte ich mich hinterher zu hiefen. Und am Ende habe ich das doch dann auch tatsächlich geschafft.




Nach der Kletterei ging es dann mit traditionellem Piratenschiff (!??) über den Ashinoko, dem größten Bergsee der Fuji-Region. Zu meinem Glück ist die Horde von Grundschülern, die sich zur gleichen Zeit in Hakone befand mit dem Schiff zuvor abgefahren. So konnte ich die Überfahrt in Ruhe genießen. Leider konnte man an diesem Tag nicht den Fuji sehen, da dieser sich komplett hinter den Wolken versteckt hatte.





Auf der anderen Seite angekommen, ging dann es mit der Seilbahn weiter.




Endlich hatten wir unser Ziel erreicht. Japaner kommen eher weniger wegen der schönen Natur nach Hakone, sondern eher um sich in einem der japanischen Hotels (Ryo-kan) entspannen zu können. Diese kleinen Gasthäuser (unseres hatte gerade mal 10 Zimmer) sind wohl am besten mit einer Pension zu vergleichen, wobei bei weitem komfortabler. So bekommt man gleich am Eingang Pantoffeln an die Füße gesteckt und man wird persönlich durch die Anlage geführt.






Kurz nach unserer Ankunft, wurden wir dann schon zum Abendessen gebeten. Dort gab es allerhand leckeres traditionelles Essen, von dem ich zuvor noch nie gehört hatte.





Nach dem Essen ging es dann für mich zum ersten Mal in einen japanischen Onsen. Die Hotels verwenden für diese Bäder natürlich erhitztes Wasser aus dem Inneren der Berge. Die Onsen-Kultur ist in Japan weit verbreitet und ist wahrscheinlich am besten als meditatives Entspannungsbad in beinahe kochendem Wasser zu verstehen. Jeder Onsen besitzt zudem noch eine bestimmte Heilkraft, die durch das jeweilige Bergwasser bestimmt wird. Unser Onsen war glaube ich gut gegen Asthmabeschwerden.
Als erstes entledigt man sich seiner Kleidung und geht in eine Art Waschraum, in dem man sich erstmal sauber schrubbelt, schließlich baden alle Besucher im gleichen Wasser. Gaijins sind eigentlich bekannt dafür, das Onsen-Bad weniger zu mögen, da sie sich ihrer Nackheit schämen - so die Japaner. Als FKK-Ossi hatte ich damit aber eher weniger Probleme. Schwierig waren für mich eher die rutschigen Hocker, auf denen man während des Waschens Platz nimmt. Von denen bin ich beim ersten besuch glatt mal runter gerutscht. Peinlich!
Danach sucht man sich einen Onsen aus (ich bevorzugte das Fass), steigt hinein und entspannt.... Was als Onsen-Anfänger gar nicht so einfach ist, da das Wasser tatsächlich brühend heiß ist (ich sah am Ende aus wie ein Krebs). Nach einer Weile gewöhnt man sich allerdings auch daran und ich konnte quasi spühren wie meine nicht vorhandenen Asthmabeschwerden verschwanden.
Am späten Abend habe ich mich dann noch einmal in den Badebereich geschlichen, um ein paar Fotos zu machen. Eigentlich total verboten, daher echte exklusive Bilder.






Am nächsten Morgen gab es dann schon relativ zeitig Frühstück. Unschlagbar: Gegrillter Fisch um 8:30Uhr!




Auf dem Rückweg besuchten wir noch einige Gärten und Owakudani, bekannt für seine vulkanischen Thermalquellen. Aus diesem Berg wird auch Sulfur gewonnen, wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Der Geruch ist deswegen etwas gewöhnungsbedürftig. Einen Besuch ist es jedoch auf alle Fälle wert, schließlich kann man dort Kurotamago (dt. schwarze Eier) essen. Die werden nämlich direkt im Sulfurwasser gekocht und erhalten dadurch ihre schwarze Farbe. Pro Ei wird man angeblich 7 Jahre älter. Hab mir 21 Jahre gegönnt und vorsichtshalber mal einen 6-er Pack mitgenommen.





Danach ging es dann leider schon wieder zurück in die große Stadt. Nach diesem Kurzurlaub bin ich glaube ich Dauergast in unserem lokalen Onsen hier in Sekimachi. Tolle Sache.

In der Flickr-Gallerie gibt es noch viele weitere Fotos von der Natur in Hakone und den japanischen Gärten, die wir besucht haben.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Käsekuchen der Woche



Gegessen in Shimokitazawa

Werbung auf'm Blog

Nun haben wir brav abgestimmt und befunden, dass wir Werbung auf'm Blog blöd finden. Aber noch während der Abstimmung tauchten sie auf: Die Diätpillen, Darmkuren und ähnliche appetitliche Dinge. Sag doch mal, was uns bzw. dir diese Anzeigen bringen? Wirst du wenigstens reich dadurch?

Kommentar Paul:
Die Werbung habe ich geschaltet, weil wir momentan eine relative hohe Besucherzahl von Leuten haben, die die Seite über Google gefunden haben. Das liegt daran, dass der Blog unter vielen Keywords zu finden ist. Gebt einfach mal "Tokyo WG" ein und der Blog ist auf der ersten Seite. Da dachte ich mir, ich könnte mit ein wenig Werbung die Domainkosten bezahlen.... Klappt leider nicht so ganz - hab vielleicht 10 Cent verdient :/ Wenn sich das nicht ändert, schalte ich die Viagra-Werbung nächste Woche ab.

Sonntag, Oktober 07, 2007

Bowling

Jedes Jahr lasse ich mich aufs Neue dazu breit schlagen, bowlen zu gehen. Das ist in Tokio anscheinend nicht anders. Hab wie üblich kaum etwas getroffen und alle Bahnen schauten mich am Ende nur noch mitleidig an. Den Preis für den schlechtesten Bowler Tokios (bin ich eigentlich noch Titelhalter in Leipzig?) habe ich jedoch nicht bekommen. Beachtet jedoch meine Profihaltung!




Samstag, Oktober 06, 2007

I.T.

War ja klar, dass das bei dem Apple-Hype in Tokio nicht an mir vorüber geht. Heute habe ich meinen neuen Ipod samt Easton-Ellis-Lasergravur auf der Rückseite bekommen. Statt geschlagene 4 Stunden (laut TV-Bericht) vorm Apple-Store in Shibuya zu warten, um letztendlich mit leeren Händern auszugehen, habe ich mir meinen online bestellt und pünktlich zur Veröffentlichung bekommen. Wie ich mir das so rein finanztechnisch erkläre weiß ich noch nicht genau, aber hey - Onkel Paul brauchte halt mal wieder ein neues Spielzeug. Jetzt kann ich die nächste Woche total angeberisch in der Bahn damit rumschwenken, bis dann spätestens nächsten Donnerstag jeder Tokioter eins in den Händen hält. Diese Marken-Narren!!



Donnerstag, Oktober 04, 2007

Von Tokio nach Seattle



Wer sich ein wenig dafür interessiert, wie mein täglicher Arbeitsweg so ausschaut (und nebenbei noch ein paar bewegte Bilder von Tokio sehen möchte), kann sich gerne meinen tollen Kurzfilm anschauen. Kostenlos!
Der Streifen wurde mit dem wahnsinnigen Budget von 460 Yen produziert (Fahrtkosten) und besitzt einen atemberaubenden Soundtrack. Außerdem gibt es hunderte Komparsen, die die Schlachtszenen aus "Herr der Ringe" wie Puppentheater aussehen lassen. Ha! Nimm das Peter Jackson!
Der Hintergrund für das Video ist zuviel Zeit am Montag, der Ohrwurm von Muse und das neue IMovie, das ich unbedingt ausprobieren wollte. Leider sind meine Untertitel-Kommentare in der Youtube-Version etwas schlecht zu lesen. Also besser Brille aufsetzen.

Dienstag, Oktober 02, 2007

Schlagsahne

Dass nicht nur Japaner verrückte Sachen erfinden, beweist folgendes Video. Im Nachtprogramm von NHK gibt es eine Sendung zum Deutschlernen. In dieser werden auch allerhand Kuriositäten aus dem Würstchenland vorgestellt. Wie zum Beispiel unsere gute alte Sprühsahne. Für uns ein alter Hut, für Japaner jedoch reinste Magie. Und tatsächlich: Sprühsahne gibt es hier nirgendwo zu kaufen. Mensch, na darauf kann man als Deutscher doch echt stolz sein, oder?

Montag, Oktober 01, 2007

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