Dienstag, März 18, 2008

Miyajima



Die gar nicht mal so kleine Insel liegt nur 20-Minuten Zugfahrt von Hiroshima entfernt. Berühmt ist sie für das große Torii (Tor), dass hier nur durch sein Eigengewicht im Wasser steht. Bestimmt habt ihr davon schon einmal ein Bild in Verbindung mit Japan gesehen. Am Tag unseres Besuches herrschte allerdings gerade Ebbe, weshalb man bis zum Tor laufen konnte. Das grüne Zeug auf dem Boden findet man nebenbei bemerkt in jeder guten japanischen Suppe und schmeckt gar nicht so übel.





Eine weitere Attraktion auf der Insel sind die unzähligen freilaufenden und scheinbar zahmen Rehe, die man streicheln und füttern kann. Für mich als Deutscher ist das ein wenig komisch, da wir die Tiere ja eigentlich nur von der Kühlerhaube oder dem Mittagstisch kennen. Anscheinend sind Rehe total verrückt auf Papier - jedenfalls haben sie mir mehrmals meine Karte von Miyajima aus der Tasche geklaut.





Bevor wir dann schließlich mit der Fähre auf das Festland zurückfuhren, wurden wir noch mit einem extra romantischen Sonnenuntergang belohnt.


Montag, März 17, 2008

Hiroshima



Gestern sind wir von unserer eindrucksvollen Zugrundreise durch Japan zurückgekehrt. Deshalb gibts in den nächsten Tagen viele neue Fotos. Den Anfang macht die japanische Stadt, die neben Tokyo wohl jeder kennen dürfte.




Die Stadt hat eine ganz eigene Atmosphäre mit ihren Straßenbahnen, zahlreichen Brücken und liebevoll eingerichteten Restaurants und Cafes. "Hauptattraktion" ist jedoch der sogenannte "A-Bomb Dome", ein Überbleibsel des Atombombenabwurfs von 1945, den ihr sicherlich schon einmal auf einem Foto gesehen habt. In der Nacht hat das Gebäude schon etwas Unheimliches.




Das naheliegende Gedenkmuseum liefert dann recht anschaulich Aufschluss darüber, was sich genau vor über 50 Jahren zugetragen hat.




Die Ausstellungsstücke sind dabei nicht gerade zimperlich: Von Kleidungsstücken von Überlebenden mit Hautresten, über Modelle von halb geschmolzenen Kindern bis hin zu Steinen, in die sich der Schatten von Menschen aufgrund der Hitze der Bombe eingebrannt hat, wurde keines der Gräuel eines Atombombeneinsatzes ausgelassen. Das kann einen schon sehr mitnehmen, daher kommt es im Museum schon recht häufig vor, dass so mancher Besucher weinend durch die Ausstellung geht.



Montag, März 10, 2008

SB-Einschreiben

Dass das Kürzel SB in Deutschland bedeutet, dass man sich Service in die Haare schmieren kann, ist bekannt - ist auch logisch, heißt ja schließlich nicht umsonst "Selbstbedienung".
Nun ja, es ging darum dass ich mir vor 2 Wochen mein Visum in Berlin beantragt habe. Und um mir den Aufwand zu sparen, ein 2. Mal nach Berlin zu fahren und es abzuholen (oder auch den ganzen Tag in Berlin zu warten), habe ich mit der netten Dame von der Botschaft vereinbart, dass sie es mir zuschicken - Per Einschreiben. Ich habe also brav meinen vorfrankierten und mit SB-Einschreiben-Schein frankierten Umschlag abgegeben, in der Hoffnung, einige Tage später mein Visum per Post zu bekommen. So sieht das übrigens aus:



Stattdessen kam jedenfalls ein Anruf von der Botschaft, dass der Postbote den Brief nicht mitnehmen will, weil er angeblich nicht ausreichend frankiert sei. Merke: Ich habe das SB-Einschreiben geKAUFT und der Aufkleber bedeutet: "Frei für den Versand". Die standardmäßige Briefmarke war auch drauf. Nun denn ... es folgten zahlreiche Telefonate mit dem besagten Postboten, dem Callcenter der Post, der Botschaft und unserem Postpoint hier. Ergebnis: Ich habe alles richtig gemacht, nur der Postbote begreifts nicht. Jetzt wollte ich mich heut nochmal bei besagtem Postboten erkundigen, wies aussieht - Und??? ER IST KRANK!!!! *Ausrast* .... Nun habe ich also auf umständlichem Weg nochmal ein offizielles Postdokument zur Botschaft geschickt, dass sie dem Herrn oder der Frau Postbotin doch bitte unter die Nase halten mögen .... Ich bin gespannt wie's weiter geht. Gott sei dank hab ich bis zum Abflug noch ein paar Wochen Zeit... Und Gott sei dank sind wenigstens die japanischen Mitarbeiter bei der Botschaft sehr nett und verständnisvoll ... Während meine deutsche Sachbearbeiterin auch schon krank is :)

Seishun-18-Kippu



Ab morgen bin ich auf großer Japanreise. Mit einem Spezialticket von Japan Railways kann man Japan mit allen Nahverkehrszügen bereisen. Da dies natürlich einige Zeit in Anspruch nimmt, wird dieses Ticket meist nur von Schülern und Rentnern genutzt. Und mir. Zusammen mit Antony werde ich so ziemlich alle wichtigen Städte der Hauptinsel Japans besuchen. Unter anderem stehen Hiroshima, Nara und Osaka auf dem Plan. Eine Woche haben wir dafür Zeit. Mal sehen, was sich in einer Woche so verwirklichen lässt, denn der Plan ist schon recht anspruchsvoll. Wie üblich gehe ich fröhlich naiv an dieses Vorhaben. Wird schon werden... Abfahrt!

Sonntag, März 09, 2008

Night & Day




Samstag, März 08, 2008

Kiwi-Revival



Da ich momentan etwas im Reisestress bin und die Blogleser nicht zu kurz kommen sollen, mache ich heute einfach mal Werbung für den Kiwi-Blog von Anja und Lars. Nach bald einem Jahr sind die Beiden wieder aus dem Nichts aufgetaucht und haben damit begonnen, ihre Chroniken online fortzusetzen. Hier Anja im Dschungel und Lars mit Orcamülleimer, den er besonders toll fand. Toll an dem Foto finde ich allerdings besonders seine neue Frisur ;o) Den Link zum Kiwiblog findet ihr in der Seitenleiste.

Montag, März 03, 2008

ケバプ


Langsam aber sicher erobert der Döner Tokyo. Die ersten Stände gab es im Geek-Paradies Akihabara, (denn jeder weiß, dass Otakus magisch vom köstlichen Hammelfleisch angezogen werden) doch inzwischen kann man sie in der ganzen Stadt sehen. Überraschenderweise sind die Döner von annehmbarer Größe, werden nicht überteuert als fernwestliche Delikatesse verkauft und sogar von authentisch türkischen Personal serviert! Na dann: "1x komplett, ohne Gurken".

Richi erkundet die Welt!

So Richi fährt mal wieder in den Urlaub.
Das Bild rechts, stellt einen Tipp dar, der euch Aufschluss über das Ziel geben soll. Das Ziel ist ca. 2500 km von Deutschland entfernt. Staatsform: Diktatur Einwohner knapp 10 Mill.
Größe 207 tsd. km². Und den Begriff Curie kennen diese Menschen nicht nur aus dem Physikunterricht. Na wer hats raus?!

Sonntag, März 02, 2008

Enoshima


Am vergangenen Freitag war der erste große Test meiner Kamera. Antony lud mich zu einem Tagestrip nach Enoshima ein. Die Insel liegt ungefähr 2 Stunden von Tokyo entfernt und bietet eine tolle Kulisse für Sonnenuntergänge. Bevor wir den sahen, haben wir uns aber erstmal sehr leckeres Sushi für umgerechnet bald 50 Euro schmecken lassen.



Enoshima ist berühmt für seine felsigen Kliffhänge. Das (und wahrscheinlich das leckere Sushi im Meer) macht die Insel zu einem perfekten Brutplatz für Adler, die angriffslustig über den Köpfen der Besucher kreisen.




Am Abend konnten wir schließlich einen tollen Sonnenuntergang genießen. Recht auf dem Bild kann man dabei gut Fuji-san erkennen. Ahhh, so romantisch... *schmalz*





Mit meinen Tagestrips ist es nun vorbei. Dafür steht vor meinem Abflug noch eine große Reise auf dem Programm....

Donnerstag, Februar 28, 2008

Powershot



Als letztes kleines Abschiedsgeschenk habe ich mir heute eine neue Kamera geleistet. Mit 12x-Zoom bekommt man dann auch ein paar interessantere Motive vor die Linse als mit 3x-Zoom, mit dem eigentlich nur Landschaftsaufnahmen drin sind. Zum Testfoto machen, habe ich mich dann zu den anderen Kamera-Opis nach Ueno-Park begeben, um ein paar Enten zu fotografieren.



Mittwoch, Februar 27, 2008

Yatsugatake



In der Tradition meiner freien Donnerstage und Freitage, ging es letzte Woche noch einmal in Richtung Berge. Diesmal war es jedoch nicht der ehrfurchtserbietende Fujisan, sondern das nicht minder beeindruckende Yatsugatake-Gebirge. Dieser Trip hat mich, von Limogesöff mal abgesehen, nichts gekostet! Ein Freund nimmt an einem speziellen Programm für Ausländer teil, bei dem die Präfektur von Yamanashi für Ausländer attraktiver gemacht werden soll. Wir füllen also ein paar Fragebögen aus, dafür bezahlt die Stadtverwaltung uns Essenskosten und Logie. Guter Tausch, oder?



Das Yatsutagate-Gebirge (Zu Deutsch übrigens soviel wie "Acht-Spitzen-Gebirge") liegt gute 3 Stunden von Tokyo entfernt. Nach mehrfachem Umsteigen war ich endlich in dem kleinen Nest mit unserem erwählten Hotel angekommen. Der winzige Bahnhof war dann schon ein kleiner Schock: Im Gebäude grüßte mich eine Frau mittleren Alters, die offensichtlich gerade dabei war, sich Reis zu kochen. Bei ihr wollte ich dann mit meiner Suica-Karte (das Prepaid-Zahlungssystem der JR-Netze in Tokyo) den ausstehenden Betrag von 25Euro bezahlen, jedoch teilte mir die gute Frau mit, dass das hier nicht möglich sein. Sie gab mir also einen Zettel mit dem Stempel des Bahnhofes und dem Hinweis, dass ich dann nach meiner Rückkehr in Tokyo bezahlen könnte. Ja, genau.... Das habe ich natürlich bis heute nicht gemacht. Für ganze 10 Minuten hatte ich sogar ein schlechtes Gewissen! Ich glaube es gibt gute Gründe dafür, warum im Rest der Welt jeder Fahrgast zu jeder Gelegenheit auf gültige Tickets kontrolliert wird.





Im Hotel angekommen, habe ich mich dann mit Kumpel Alberto getroffen und nachdem wir es uns im japanischen Gästezimmer gemütlich gemacht hatten, ging es auch sofort für ein paar Stunden in die heißen Quellen des Hotels. Zum Abend haben wir uns dann ein leckeres japanisches Course-Menu schmecken lassen. Ist kostenlos gleich doppelt so lecker.





Am nächsten Tag haben wir uns dann Kiyosato ein wenig genauer angeschaut. Nach einem eher ungeplanten 3-stündigen Spaziergang (ich war an diesem Tag Navigator, und auf der Karte sah alles viel kleiner aus), mussten wir erstmal in einer Berghütte rast machen. Hier erinnert doch vieles an die bayerischen Alpen. Doch statt Bier und Weißwürschtl wird hier Softeis und Joghurt gegessen. Kiosato ist in ganz Japan für seine frischen (und besonders fettreichen) Milchprodukte bekannt. Da wundert es nicht, wenn quasi auf jeder Anhöhe ein weiterer Eisladen lockt.





Dass das Örtchen aber eher im Frühling gut besucht ist, haben wir auch relativ schnell festgestellt. Viele der mitunter sehr luxuriösen Holzhütten standen leer und auch die Stadt selbst lief nur auf halbe Fahrt. Ohne Touristengedränge sehen die Bilder aber bestimmt besser aus.





Nach 3 großen Portionen Softeis war dann tatsächlich auch mein Appetit gestillt und wir konnten noch ein wenig die Winterlandschaften genießen, bevor wir uns zur Entspannung in den nächsten Onsen (diesemal mit tollem Blick auf Fuji-san) begeben haben und uns von unseren Wanderstrapazen erholen mussten.



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