Montag, April 28, 2008

Zeit der Sehnsucht

Sonntag, April 27, 2008

Nachtschicht

Nachdem ich aus Tokyo wieder in Deutschland notgelandet bin, sieht es finanziell bei mir ja eher trübe aus. So ohne Kohle ist dann auch die Freizeitgestaltung entsprechend schwierig. Das kann schon ein wenig öde sein. Belächelnde Sprüche von der neureichen Mitbewohnerin helfen da auch nicht weiter. Um so besser, wenn es dann doch etwas gibt, was sich ohne viel Geld machen lässt. Die jährliche Museumsnacht "Nachtschicht" ist so etwas. Für 5,60€ kann man hier in so ziemlich jedes Museum in Leipzig gehen und das ganze auch noch bis 20Uhr. Wir hatten es am Ende zu ins Museum der bildenden Künste, Grassi-Museum, Stasi-Museum und Panometer mit seiner beeindruckenden Panoramaansicht des alten Roms geschafft. Hier die Bilder des Tages.




Freitag, April 25, 2008

Prost



Hier noch eine schnelle Danksagung an meine liebste Ehefrau B. und Japanimport Rina für die nach meiner Ankunft sofort auf dem Tisch stehende Kartoffelsuppe. Super lecker! Eigentlich poste ich die Bilder allerdings, weil ich finde, dass ich hier aussehe als wäre ich 18. Ach ja, .... *seufz*

Dienstag, April 22, 2008

WE - Nachtrag

WG-Asien-Botschafterin Rina brachte mir gestern noch ein paar Schnappschüsse vom vergangenen Wochenende vorbei.

Ipod-Werbung:


Höhlenmensch:


Direktvergleich:

Sonntag, April 20, 2008

Und täglich grüßt das Murmeltier...



Am Wochenende wurden wir unter anderem mit dem Besuch von Kk, Kv und Nico beglückt. Klar, dass es in dieser Konstellation eigentlich nur eine Abendbeschäftigung geben kann. SingStar ohne Ende - diesmal auch auf der neuen PS3, die laut Kv (ahnungslos vorne im Bild) "total doof glänzt". Meine bald 1-jährige Spezialgesangsausbildung in Tokio hat mir dabei absolut gar nichts gebracht, mein doofer Weißheitszahnphantomschmerz hat mir auch am Singen den Spaß geraubt. Hier die obligatorischen Beweisfotos.



Aufgrund starken Kulturbedürfnisses der Mädels wurden die WG-Männer am Freitag im übrigen zum mitternächtlichen Choralgesang einer Kirche eingeladen. Nach ungefähr 30 Minuten verabschiedeten sich Richi und Kk lauthals zum Zigarette rauchen, währen Nancy und ich eisern der post-modernen Umsetzung von Poesie in gesungener Form lauschten (ganz toll mit Knacks- und Summgeräuschen). Soviel elitärer Kulturgenuss reicht dann aber auch wieder für ein paar Jahre...



UPDATE: Ich hatte ganz vergessen, zu erwähnen, dass ich jetzt auch ganz offiziell die meiste Ahnung von Filmen hab - dank "Buzz Movie Edition" wissen wir nun, dass Richi noch ein ganzes Stück zu lernen hat. Trotz Magisterarbeit.

Freitag, April 18, 2008

Upgrade

Mittwoch, April 16, 2008

Game(r) of the Month

Da sollte man meinen, ich wäre mit meinen Magistervorbereitungen total ausgelastet. Weit gefehlt! Ich rufe die derwgblog.de-Leserschaft zum transkontinentalen Spielewettstreit auf. Es gilt den besten Score in angezeigtem Spiel zu erreichen. Highscore bitte als Kommentar posten und Bildschirmfoto machen. Gewinner wird unser offizieller Spieler des Monats und Ruler of the Universe und überhaupt.

Aktueller Highscore: Lars - 532 Punkte

Sonntag, April 13, 2008

Kappa-bashi



Besitzt man in Tokyo ein Restaurant führt kein Weg an Kappa-bashi vorbei. Die Straße ist berühmt für sein Restaurantzubehör und sogenannte Food-Samples. Bei diesem einjapanisierten Begriff handelt es sich jedoch nicht um leckere Probehäppchen, sondern um täuschend echte Plastikmodelle von Gerichten. Sicherlich habt ihr die Auslagen der japanischen Restaurants auf ein paar meiner Fotos schon gesehen. Hier lassen sich von jeglicher Art von Sushi, über Peking-Ente bis hin zur geöffneten Bierdose "chilled-style" alles finden, um Kunden anzulocken. Die ganzen falschen Köstlichkeiten haben jedoch auch ihren Preis - eine Nachbildung meines Lieblingsgerichts "Gyudon" (Reisschale mit Rindfleischlappen) kostet gleich gesalzene 80 Euro. Dann doch lieber 40x die echte Variante!





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Mittwoch, April 09, 2008

Montag, April 07, 2008

Out of touch


Nach beinahe 2 Jahren betrete ich heute zum ersten mal wieder die Universität Leipzig. Zwischen heute und dem letzten Mal liegen ein halbes Jahr Arbeitsleben und über ein Jahr Auslandsaufenthalt in Japan. Es hat für mich etwas Unangenehmes wieder in einer Klassenraumsituation zu sitzen und möglichst aufmerksam dem Dozenten zuzuhören, der ja quasi der Unterrichtende ist, weil er mehr Erfahrung im Leben und Wissen hat. Ob ich ihn in dieser Rolle noch ernst nehmen kann ist meine große Angst, schließlich stand ich bereits mit einem Bein im wirklichen Leben und muss nun wieder zurück in die Theorie darüber. Überhaupt scheinen die "Zurückgebliebenen" in Deutschland in der Zeit stehengeblieben zu sein. Wer sagt also, dass ich mit ihnen immer noch auskommen werde? Das Ganze hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass mein Uhrwerk bei so manchem einfach nicht mehr im gleichen Takt tickt. Und nicht nur über die Beziehung mit anderen bin ich verwundert - auch mich selbst erkenne ich kaum wieder: So trifft der neue Paul auf den Alten und beide kommen sich irgendwie fremd vor. Ein wenig schizophren, oder?

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Sonntag, April 06, 2008

Shampoo Robot!



Ich wurde nach meiner Rückkehr gefragt, ob Japan denn nun wirklich so ein forschrittliches Land ist, wie es in den Reiseberichten immer den Anschein hat. In Sachen sanitäre Einrichtungen (z.B. Arschsprühklo- /fön, Infrarotwaschbecken, usw.) leben wir im Vergleich zu Japan tatsächlich in der Steinzeit. Der Fortschritt macht aber auch beim Friseur keinen halt. Viele benutzen hier den sogenannten "Shampoo robot" (hier auf dem Werbefoto mit tollem Jenglish zu bewundern). Dort steckt man seinen Kopf in eine riesige Saugglocke und wird dann von Roboterarmen mehr oder weniger sanft durchgeknetet. Das habe ich einmal gemacht und das gesamte Personal war besorgt um mich. Vermutlich erwarteten sie, dass ich das Gerät als westlicher Barbar als Hexenwerk beschimpfen würde....

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Samstag, April 05, 2008

Straßenbahnen



In einem der größten Bahnhöfe in Tokyo gibt es momentan eine große Bilderausstellung zum Thema Straßenbahnen rund um die Welt. Dort hängen riesige Plakate von den Fahrzeugen in den jeweiligen Ländern. Ich habe da meinen Augen kaum getraut, als ich feststellte, dass als Vorzeigestadt für Straßenbahnen für Deutschland ausgerechnet meine Heimatstadt Frankfurt/Oder gewählt wurde. Die auf der Anzeige gut lesbare Endhaltestelle ist zudem auch noch der Bezirk, indem ich als Kind aufgewachsen bin. Zufälle gibts...

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Freitag, April 04, 2008

Jane WWOOFing Japan

Wie ja mittlerweile die meisten Blogleser wissen, werde ich es Paul nun nach tun und nächste Woche auch ins Land der aufgehenden Sonne reisen.
Allerdings nicht ganz so lange und auch nicht nach Tokyo. Ich werde mich stattdessen für 6 Monate von Osaka aus durch ganz Japan wwoofen. Das heißt, dass ich auf dem Land von Bauernhof zu Bauernhof reisen werde, wo ich ein wenig aushelfe und dafür Kost und Logis frei bekomme (WWOOF = World Wide Workers On Organic Farms). Ich glaube, dass das eine ganz andere, aber ebenso einzigartige Erfahrung wird, wie Paul sie in der Tokyo gemacht hat. (Bzw. hoffe ich das, wenn nich, dann doch Englisch-Lehrer...)

Wenn es euch interessiert, wie es mir so ergeht, dann schaut doch mal auf meinem eigens für diese Reise eingerichteten Blog vorbei:
http://jane-wwoofing-japan.blogspot.com/

Wie Paul freue auch ich mich über jeden Kommentar :)

Abschiedsessen



Kurz vor meiner Abreise wurde ich von meiner Lieblingsstudentin zum Okonomiyaki-Essen eingeladen. Kotoe (Bildmitte) war eine meiner ersten Studenten in meinem Job als Englishlehrer und nach und nach unterrichtete ich auch ihren Ehemann, ihren Bruder und eine Freundin. Da kam es dann schon manchmal vor, dass ich einen ganzen Nachmittag lang nur mit dieser Gruppe beschäftigt war, was mir jedoch sehr leicht viel, da sie allesamt sehr unjapanisch, sprich unkompliziert, sind.



Zusammen mit Kumpel Koba ging es in ein echt schickes Okonomiyaki-Restaurant, in dem dann neben den Massen an japanischen Essen auch jede Menge Bier konsumiert wurde. Die ganze Bande ist mir in dem Jahr echt ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass wir uns im Sommer wieder treffen können.





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Donnerstag, April 03, 2008

Hanami 2008



Seit 3 Tagen bin ich nun wieder in meinem Heimatland und so langsam gewöhne ich mich auch wieder daran, nicht jeden Tag die in die Metro zu steigen und statt Sushi Brot zu essen. Ein paar Eindrücke habe ich aber noch, über die ich im Nachtrag schreiben möchte.

Kurz vor meinem Abflug stand die Kirschblüte einmal mehr in voller Blüte. Da hatte ich wirklich Glück gehabt, da das Timing schon echt gut sein muss, wenn man die volle Blüte der Kirschbäume sehen möchte. Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es diesmal in den Ueno-Park. Hier tummelten sich auch schon unzählige Japaner, die sich dicht an dicht drängelten um die besten Kirschblütenfotos zu schießen.





Wie üblich ging es beim alljährlichen Spektakel aber weniger um die wunderschönen Blumen, sondern vor allem auch darum, sich zusammen mit Freunden und Kollegen ordentlich zu bechern. Bei so manchem mit fraglichen Resultaten...




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Freitag, März 28, 2008

さよなら




Sonntag, März 23, 2008

Osaka



Der letzte Stopp führte uns schließlich in die zweitgrößte Stadt Japans und Janes zeitweilige Wahlheimat Osaka. Die Einwohner Tokyos amüsieren sich doch sehr gerne über den doch recht witzigen Dialekt, der dort gesprochen wird und über die Tatsache, dass Osaka mit aller Kraft versucht, mit dem großen Vorbild Tokyo wirtschaftlich und architektonisch zu konkurrieren - mit eher schleichendem Erfolg. Darüber, das Osaka jedoch vielen anderen Gegenden kulinarisch überlegen ist, und daher auch oft als "die Küche Japans" bezeichnet wird, sind sich jedoch alle einig.




Auf dem ersten Blick könnte man meinen, dass Osaka den gleichen Eindrück wie Tokyo liefert: unüberschaubare Häuserschluchten, endlose Menschenmassen, Neonreklame überall... Im Gegensatz zu Tokyo hat Osaka jedoch einen echten Stadtkern (Namba), während die Haupstadt eher aus mehreren Zentren besteht. So fällt die Orientierung schon wesentlich leichter und man muss als Einwohner vermutlich nicht ewig lange überlegen, wo man sich denn nun zum Ausgehen treffen soll. Ich hatte zudem den Eindruck, dass es hier schon etwas gemütlicher zugeht, obwohl die Einwohner Osakas ja eigentlich japanweit für ihr eher rüpelhaftes Drängel- und Schubbsverhalten bekannt sind.




Ich interpretiere die Stadt einfach mal als eine weniger glitzernde und schimmernde Version von Tokyo. Während vieles in Tokyo einfach mal unbezahlbar ist, kann man sich in Osaka sicherlich auch mit einem normalen Einkommen ein gutes Leben leisten. Metall/Glasbauten sowie teure Boutiquen lassen sich auch weniger oft antreffen, was ich ehrlich gesagt ganz entspannend finde, da mir die Frauen in Tokyo mit ihren Louis Vuitton-Fimmel bald den letzten Nerv rauben. Ein paar verrückte Gebäude findet man jedoch auch hier, so zum Beispiel der Sky Tower, der sich auch prima als Aussichtspunkt eignet.





Auch in Osaka findet man das beinahe obligatorische Schloss. Hinein gegangen bin ich hier jedoch nicht, da es sich um eine Rekonstruktion des Originals, komplett mit Betonmauern und Fahrstuhl handelt. Japanische Schlößer sind von außen sowieso am schönsten. Zum Zeitpunkt unseres Besuches stand die "Ume" (japanische Pflaume) in Blüte - eine Art Vorspiel zum Sakurawahnsinn in einer Woche.





Bevor wir uns zurück ins Hotel begeben haben, haben wir uns noch ein paar Drinks in Namba gegönnt und Zeit für ein paar Nachtschnappschüsse gab es auch noch.





Am nächsten Tag ging es dann mit dem Zug wieder zurück nach Tokyo, wo wir dann nach bald 12-stündiger Fahrt auch mehr oder weniger heil ankamen.

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