Mittwoch, Juli 02, 2008

Bruce Springsteen

Eigentlich würde ich ja ständig schreiben und bin keinesfalls zu faul dazu. Aber es geht sicherlich allen, die mit Paul mitbloggen "dürfen", ähnlich. Sobald man mit einer absolut neuen, innovativen und nie dagewesenen Idee auf den Blog kommt, war Paul schon da. Da wo ich herkomme, gibt es so eine Sage über einen nervtötenden Igel, der dem agilen, sich einen Ast laufenden Hasen ständig "Ich bin schon da!" entgegenbrüllt, wenn dieser auch mal als Erster ins Ziel kommen will. Ich weiß, die Ausrede war echt lahm. Dafür kommen jetzt auch ein paar Bilder vom Bruce Springsteen Konzert in Hamburg.

Die älteste Konzertbesucherin. Wie sie das ausgehalten hat, so lange rumzustehen, bevor Bruce auf die Bühne kam, weiß ich auch nicht. Immerhin muss man vier Stunden früher da sein, um so seit vorne zu sein. Am Ende des Konzerts, als ich erst nach langen Beinmassagen wieder gehen konnte, ist sie total fit aus dem Stadion gegangen und hat zu Hause wahrscheinlich noch einen Strickmarathon gewonnen. Ich dagegen...

...habe gemütlich auf dem Boden gesessen und tolle Bilder von unten gemacht. Ich habe auch absolut nicht verstanden, warum alle stehen mussten bis zum Konzert. Dafür hatte auch niemand was dagegen, wenn ich die Beine einfach als Rückenlehne missbraucht habe.

Vom Konzert selbst poste ich lieber mal nur ein Bild. Es kommt eh nicht wirklich so rüber, wie es war. Links im Bild, zwischen den zwei Armen, steht jedenfalls Bruce, der ganze zweidreiviertel Stunden gespielt hat. Der Mann hat soviel Energie, er sollte sie in Flaschen abfüllen und als Energy-Drink verkaufen - und mich am Umsatz beteiligen.

Ein gescheiterter Liedwunsch. Ob der Mann tatsächlich schon 28 Konzerte von Bruce besucht hat oder die meisten der Versuche bei irgendeinem Radio-Wunschkonzert platziert hat, bleibt ein Mysterium. Und nein, die meisten der Konzertbesucher haben NICHT Capri-Sonne getrunken.

Fusion 2008



Die Fusion findet seit nun über 10 Jahren jedes Jahr Ende Juni auf einem ehemaligen russischen Militärflugplatz in der Nähe von Lärz statt. Das Festival versteht sich dabei selbst als eine Parallelgesellschaft der ganz speziellen Art, bei der die Sehnsucht nach einer besseren Welt dargestellt werden soll. Dies wird durch einen wilden Mix von Musik, Theater, Performance und anderen Kunstdarstellungen zum Ausdruck gebracht, der in seiner Gesamtheit mit dem Publikum den von allen FusionistInnen geliebten Ferienkommunismus ergibt. So zumindest die Philosophie der Veranstalter.



"Verschallert". Das Wort hatte ich noch nie zuvor gehört, was zum einen mit meinen mangelnden Festival-Erfahrungen zusammenhing, oder einfach in meiner geographischen Abstammung begründet ist (Nein, nicht Mars). Am Wochenende fand auf dem Fusion Festival 2008 auf jeden Fall ein guter Einsteigerkurs im "Verschallert sein" statt.



Bevor es soweit war, ging es mit dem neuen Wohnbus "Jürgen" von Richi und Nancy am Donnerstag jedoch quer durch mein Heimatland Brandenburg zum Festivalgelände. Nach ein paar Stunden anstehen, ging schließlich die Jagd nach dem besten Stellplatz los. Nachdem wir ein paar Chaoten, die eine fragwürdige Beziehung zu einer mitgebrachten Couch pflegten, vertrieben hatten, konnte der Aufbau beginnen. Da guckt ein Paul natürlich wie ein Schwein ins Uhrwerk, wenn es auf einmal heißt: Zelt aufstellen, aber zack! Mit nur minimaler Hilfe habe ich es dann aber trotzdem geschafft.






Von Anfang an war uns dabei nicht wirklich das Wetter hold. Während am Anreisetag noch fröhlich die Sonne schien, hatte sich der Himmel am Freitag bereits mit dicken Wolken zugezogen. Ein Hoch auf denjenigen, der die Idee mit dem Pavillion hatte, der sich noch als überraschend regenfestes Wohnzimmer für uns herausstellen sollte. Vom Wetter ließen wir uns jedoch nicht sonderlich beeinflussen und machten uns auf in Richtung Partyzone. Dort wurde mir dann als Fusionneuling in einem Orientierungsgang die Location vorgestellt. Das Gelände besteht aus zahlreichen zu Bühnen umfunktionierten Hangars, mehreren Stages für Bands, Gebäude mit In-Door-Acts, Kino & Theater, Bereiche für Darstellungen und Ausstellungen, viele gemütliche Chill-Areas und natürlich jede Menge Sauf- und Fressgelegenheiten (auf der Fusion, einem Festival mit tiefen Hippie-Wurzeln, selbstverständlich nur vegetarisch). Schön wie dort alles auch ohne ein Massenaufgebot von Security und Ordnern ruhig und friedlich ablief. Überhaupt merkt man schon sehr deutlich den Unterschied zwischen dem Publikum auf der Fusion und dem Publikum auf dem Melt! Festival.







Stilistisch liefen einige uns je nach geistiger Zurechnungsfähigkeit zu Hochformen auf. Da wurden Stoffschweine missbraucht, Leuchtsterne angeklebt, Absperrband zweckentfremdet und schließlich auch das eine oder andere Küchenutensil als Tanzhilfe verwendet. Immer dabei und letztendlich absolut notwendig waren dabei Frosch- und Käferschirm, die Nancy mitgebracht hatte. Damit konnte man sich nicht nur sehr einfach im Gewühl der Menge wiederfinden, sondern sie eigneten sich auch als Ausdrucksobjekt beim Tanz. Besonders Richi war irgendwann nicht mehr vom Schirm zu trennen und schlug sogar das Angebot eines Fremden, ihm den Schirm für 100Euro abzukaufen, aus.






In den Nächten/Tagen trieben wir es wild und gemäß der Philosphie des Festivals kreierten wir im Rausch unsere eigene Vorstellung von Realität. Das dabei so manche Zeitplanung durcheinander geriet, ist selbstverständlich. Irgendwann haben wir es einfach aufgegeben, das prall gefüllte Festivalheft zu studieren und verpassten damit sicherlich den ein oder anderen Lieblingsact, zumal wir bald auch nur noch an der Turmbühne abhingen. Wie es auf dem riesigen Minimal-Electro-Floor aussah, könnt ihr im folgenden Zusammenschnitt sehen. Und Nancy kann sich dazu noch ein wenig ärgern ;o)



Als dann am Sonntag morgen mit zusammengerechnet vielleicht 5 Stunden Schlaf im Körper unser 3-tägige Partymarathon dem Ende zuging, zeigte sich tatsächlich zum ersten Mal die Sonne für länger als fünf Minuten (Die Sonnenbrillen hatten wir allerdings schon seit Stunden auf). Die Stimmung an diesem Morgen, an dem wir schließlich auf einer Mauer mit Überblick auf das Turmbühnenareal saßen, gehörte für mich zu den absoluten Highlights des Festivals. Stundenlanges chillen, ohne die Gadgets, mit denen ich mich normalerweise massenweise umgebe, um mich nicht zu langweilen. "Einfach nur schön" - wohl mein Satz der Fusion 2008 ;)







Ein großes Danke an Schulle, der während des gesamten Festivals krank im Zelt lag und aber trotzdem noch ein paar Fotos am ersten Abend machen konnte. Nächstes Mal lässt du deine Erkältung einfach zuhause... die jetzt übrigens die ganze WG angesteckt hat.

Das war es allerdings wert.

Es lebe der Ferienkommunismus!

Dienstag, Juli 01, 2008

Seitenleiste - die Zweite

Heute habe ich noch einmal die Seitenleiste überarbeitet. Dabei ist zum einen die Flickr-Gallerie meines Tokyo-Aufenthaltes rausgeflogen. Da meine Flickr-Pro-Mitgliedschaft abgelaufen ist, zeigte diese sowieso nur noch die letzten 200 Bilder an. Natürlich sind sämtliche Bilder weiterhin mit den Einträgen auf dem Blog betrachtbar. Alle Tokyo-Einträge an einem Stück kann man jetzt aufrufen, wenn man auf das "Paul in Tokyo - Done" Bild in der Seitenleiste klickt.
Die zweite Änderung ist gleich mal ein neues Feature in der Testphase. Jeden Monat werde ich jeweils den Trailer des WG-Film (Flick) und das Musikvideo des WG-Tune (Song) des Monats küren. Natürlich können sich da auch alle anderen Autoren mit einbringen. Die Videos können direkt vom Blog aus betrachtet werden und dienen eigentlich nur dazu, die ohnehin schon astronomisch hohe Seitenladezeit des WG-Blogs noch künstlich zu erhöhen ;oP

Auswertung Votes

Der große Bericht zur Fusion 2008 lässt noch ein wenig auf sich warten, da ich aus unerklärlichen Umständen nicht fähig.... ähh es mir nicht möglich war auch nur ein Foto zu schießen. Die werden jetzt vom Sternkönig-Fotoclub gesponsort und müssen daher erst einmal ausgewertet werden.

Während meiner Abwesenheit sind die Votes mit relativ eindeutigen Ergebnissen beendet worden. Auch weiterhin wird der Blog unter dem Namen "DerWGBlog.de" zu finden sein. Einige hängen wohl sehr an der Bezeichnung und würden sich auch nur einen Blog mit diesem Titel durchlesen. Mein Bedenken war eben nur, dass jetzt, wo die eigentliche Ursprungs-WG des Blogs auseinanderbricht, nicht mehr viel zu schreiben sein wird, da ja eher kleinere WG´s entstehen und ich schlecht für wöchentliche Reports Hausbesuche machen kann :) Wie ihr sehen könnt, habe ich auf der rechten Seite mal ein wenig Werbung gemacht. Vielleicht hat ja ein bisher unbekannter Blogleser Lust darauf, zu schreiben.

Was die neuen Seitenelemente betrifft, so wird nur der große Online-Counter unten rechts bleiben. Die Shoutbox ist zwar nett, aber wieder ein Feature, dass wohl eher für sehr aktive Communities gemacht ist. Sprich, ich bin der Einzige, der dort rein shoutet.

Übrigens ist Nico seit ca. 2 Wochen mit dem Abwasch dran. Da könnt ihr ihn ruhig alle dran erinnern ;)

Donnerstag, Juni 26, 2008

Dienstag, Juni 24, 2008

Ausflug X



Unerwarteterweise gibt es zumindest einen großen Fan meiner Ich-Bin-Nicht-Mehr-In-Tokyo-Und-Will-Aber-Trotzdem-Über-Etwas-Bloggen-Ersatzausflüge. Klar, dass ich da zumindest demjenigen meine neusten Schnappschüsse nicht vorenthalten möchte. Blöderweise ging mir auf halber Strecke die Batterie aus, daher fielen die tollen Fotos von mir und meinen knuffigen Rehfreunden leider aus.




Sonntag, Juni 22, 2008

Umzugsfieber



Jemand von uns hat neulich mal gesagt, dass unsere WG den Leipzig Wohnungsmarkt ganz schön aufrappeln würde und ich glaube, so weit ist das gar nicht hergeholt. Da die zukünftigen Bleiben so ziemlich feststehen, habe ich mich heute mal auf Tour begeben, um mir die Umgebung der zukünftigen WGs mal anzuschauen. Erstaunlicherweise wohnen wir tatsächlich alle im gleichen Stadteil, als wären wir einfach kollektiv in die Südvorstadt umgesiedelt. Ein Bäcker befindet sich genau zwischen den 3 Wohnungen, wo dann morgens um die besten Brötchen gestritten werden kann. In Sachen Einkaufsmöglichkeiten war die alte WG natürlich unschlagbar - es gibt einen Kaufhof in 2-minütiger Laufdistanz. In Zukunft werden von uns dann wohl eher die örtlichen Tante-Emma-Läden besucht.

In nur wenigen Wochen geht's los, und dann gibt es rein rechnerisch viele Einzugsparties.... das heißt bei denen, die noch miteinander sprechen ;o)

Jetzt ratet doch mal, wer wo hinzieht!



Freitag, Juni 20, 2008

EM



Als vor 2 Jahren in Deutschland die Fussballweltmeisterschaft stattfand, gab es den WG-Blog noch gar nicht. So ist unsere WM-Mania auch dementsprechend schlecht dokumentiert. Gestern beim sagenhaften 3:2 Sieg gegen Portugal kamen allerdings wieder ähnliche Gefühle wie damals auf und diesmal existiert der Blog und eine Kamera war parat. Viele Fans sorgten in der Innenstadt mit ihren Scharz-Rot-Gold-Utensilien für ordentlich Stimmung. Da fragt man sich schon, ob die Freude genauso "bunt" gewesen wäre, hätte es die WM bei uns nicht gegeben. Auf jeden Fall scheint die Scham vor der eigenen Landesflagge ein wenig gesunken zu sein. Gut so.
Zwar haben Lars und ich beim Gesichterbemalen zunächst ausgesetzt, aber dafür haben wir jetzt eine frisurtechnische Wette fürs Finale zu laufen. Gerade er hat dabei ja momentan recht viel zu verlieren ;)



Mittwoch, Juni 18, 2008

Die ganze Wahrheit



Ich weiß, ich weiß - nicht gerade ein einfallsreicher Eintrag, aber zumindest Jane wollte den wahrhaftigen Kuchen doch so gerne sehen. Die Muffins und der Streußel-Käse-Kuchen stammen von mir.

Momentan habe ich relativ viel um die Ohren. Mein Auftraggeber in Tokio hat mich gleich dreifach gebucht und ich geldgeiles Stück konnte natürlich wieder nicht nein sagen. Das Übersetzungsprojekt ist nochmal um einiges größer, als das Fischspiel, mit dem ich euch im letzten Jahr auf den Geist gegangen bin. Und so befinde ich mich gerade in einem nicht enden wollenden Strudel von Excel-Tabellen.

Dazu kommen dann noch die WG-internen Veränderungen. Momentan komme ich mir da vor wie am vom Klimawandel geplagten Nordpol: Die Eisschollen brechen überall auseinander. Die Weichen für neue WG-Konstellationen sind auf jeden Fall schon gestellt und versprechen sicherlich einen spannenden Sommer. Mal sehen ob danach noch genug WG übrig ist, um einen Blog mit dieser Abkürzung im Namen noch zu rechtfertigen. Vielleicht ist es Zeit für eine konzeptionelle Überarbeitung? Ideen und Namensvorschläge sind gerne willkommen :o)

Samstag, Juni 14, 2008

Freitag, Juni 13, 2008

Guitar Heroes

Ich glaube es ist an der Zeit, die Plastikklampfe entgültig an den Nagel zu hängen. Vorbei ist die Zeit der heißen Bräute, extremen Drogenorgien und wilden Parties. Obwohl mir auf dem Höhepunkt meiner Karriere vermutlich nicht einmal Hendrix das Wasser hätte reichen können, muss ich mich so langsam auf den Ernst des Lebens besinnen - man wird ja schließlich auch nicht jünger. Aus Gedenken an alte Zeiten, hier ein paar Bilder meiner Kollegen aus dem Business. Rock on, baby!




Dienstag, Juni 10, 2008

Mord 2.0



Wer noch ein schlagkräftiges Kaufargument für nen Mac zum Sommer braucht...

... und nein, es war keine Absicht! Bevor hier noch jemand Greenpeace einschaltet...

Sonntag, Juni 08, 2008

Tokio Amoklauf



Es ist schon irgendwie unheimlich, dass dies in einem Stadteil geschehen ist, in dem ich selbst mehr als oft war. Gerade am Sonntag ist Akihabara, oder wie im Bericht "Electric Town" genannt, sehr gut besucht und die Straßen, werden sogar für den Verkehr gesperrt. Hier werden die Eltern von ihren Kindern hingeschleppt, um für teures Geld die neusten Elektronikartikel zu kaufen. Der Täter hat sich da schon ein klares Ziel gesetzt, wobei die Willkür, mit die er die Tat begang schon erschreckend ist. Gerade in Japan toben nach solch einem Vorfällen immer gleich die Debatten über die degradierende Jugend Japans: Alles geht dem Weltende entgegen und den schlechten Einfluss suchen die Konservativen dann auch gerne mal im Ausland.

An der Tatsache, dass ich mich in Tokyo nachts sicherer fühle als in Leipzig, wird das allerdings kaum was ändern.

Hot Shots



Mal abgesehen von Richi's doch sehr schönen Fotos, als Mitglied der russischen Staatsgewalt, gab es noch andere Bilder der Woche für mich.

Zum Beispiel der abgebildete Gaul, dem ich mich todesmutig mit einem Bündel Heu entgegen gestellt habe...



... beim Essen mit ner hungrigen KK (ebenso todesmutig)...



... eine fragwürdige Benennung einer Würstchenbude...



... und mein deluxe-schwedisches Frühstück.



Ein weiteres Bild der Woche wäre dann noch mein Blick gewesen, als ich neulich einen verstohlenen Blick auf meine Wage geworfen habe. Da ist jetzt wohl schluß mit Plan B und schwedischen Leckerlis. Pferdefleisch soll doch sehr mager und kalorienarm sein, richtig? Und da ich nun schon weiß, wo die rumstehen...

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