Dienstag, März 30, 2010

Gegessen (New Mix)

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Download "Gegessen (Nobody Knows Anyone Else)"

Mixarchiv

Samstag, März 27, 2010

10 Cutest Cat Moments



Tiefsinnigkeit hin oder her, heute ist mir einfach nach flauschigen Miezen. Katzenhasser nehmt euch in Acht: Der Niedlichkeitsfaktor in diesen Top 10 erreicht das Unerträgliche.

Mittwoch, März 24, 2010

Tokyo Timelapse

Wer sich für etwas mehr als 2 Minuten mal dem Trubel Tokios hingeben will, dem sei das folgende Video empfohlen. Mithilfe von Stop-Motion-Sequenzen werden hier von dem Künstler die bekanntesten Stadtteile samt Soundkulisse wunderbar eingefangen. Da bekomme ich gleich Fernweh!



(via Tabibito)

Dienstag, März 23, 2010

Identität und Social Networks



Aus "Wir Facebook-Schauspieler" von Lara Fritzsche


(...) Und nur darum geht es bei Facebook. Alles, was wir online tun, folgt nur dem Ziel, dafür bezahlt zu werden, in der härtesten Währung unserer Zeit: Aufmerksamkeit. Die ist deshalb so kostbar, weil die Möglichkeiten, sie zu verteilen, so zahlreich sind. Wir empfangen dreißig Fernsehsender und können doch nur einem Programm folgen, wir können jedes Buch der Welt bestellen und trotzdem immer nur eins lesen, das Internet ist voller Informationen, und dennoch können wir nur eine nach der anderen aufnehmen. Wir haben hunderte Freunde und können trotzdem immer nur einem zuhören. Für die Fülle der Möglichkeiten fehlt uns schlicht die geistige Kapazität. Aufmerksamkeit ist kostbar.

Deshalb belohnen wir die, die es uns einfach machen. Für einen Post übers Wetter und das dazugeladene Foto eines Schneemanns gibt es sechs Kommentare von "Ohh, wie süß" bis "Selber gemacht?". Für ein schlaues Statement über die Sprunghaftigkeit von Sigmar Gabriel gibt es keinen. Da überlegt man es sich beim nächsten Mal schon genau, ob man noch mal Weisheiten rumschickt oder vielleicht doch lieber Banalitäten in Bildform. Denn so eine Statusmeldung, die keiner beachtet, auf die keiner Bezug nimmt, die kann sehr, sehr traurig aussehen in der langen Liste der Neuigkeiten.

Um uns Aufmerksamkeit zu sichern, präsentieren wir uns online in einer Version ohne Brüche und Unstimmigkeiten. Der Typ, der an einem Tag aus Mosambik postet und das Elend der Welt beklagt, eine Woche später Fotos seiner drolligen Katzenbabys hochlädt und darauf wiederum einen Haufen Videos der lustigsten Hitler-Parodien anbietet, der kommt uns komisch vor. Seine Undurchsichtigkeit empfinden wir als anstrengend. Schließlich wollen wir doch nur unsere Kontakte verwalten und uns nicht jeden Tag wieder neu auf jemanden einstellen. Martin ist der Ernste, Leah die Sensible, Felix ist der Entertainer und Sarah die Schlaue. Und so soll das gefälligst auch bleiben.

Daumen hoch für solche, die spannend sind, interessant, süß, lustig, abgedreht, schlau, cool, verrückt - wie auch immer, Hauptsache kurzweilig, einprägsam und kohärent. Wie es euch gefällt - ist die Weisung der Stunde. Dabei entfernen wir uns von dem, was uns außergewöhnlich macht, und posten stattdessen nur das, was unmissverständlich ist. Werbung statt Wahrheit.(...)


(Ganzer Artikel)

Samstag, März 20, 2010

PFRÜHLINNNGGGG!!!!!

Hallo lieber Frühling,

schön, dass du daaaaa biiiiiisssstttt ich hab in diesem Jahr echt lang auf dich gewartet und wollte schon böse mit dir sein aber meine Mama hat gesagt das soll ich nicht weil du kannst ja auch nichts dafür aber jetzt bist du ja da zumindest hat das heut früh mein Kalender gesagt und ich hab auch schon ganz viele Pläne was ich alles mit dir machen will ich hab nämlich schon meine Skates poliert und mir ausgemalt wie mein neues Rad aussieht was ich hoffentlich zum Geburtstag geschenkt bekomme und mir überlegt wo ich meinen Freund überall langjagen kann so dass uns beiden der Popo wehtut weil wir so weit gefahren sind heutzutage sind die Sättel ja auch total unbequem da bekommt man schier Hornhaut am Allerwertesten wie sieht das denn aus naja ich kenne jemanden der hat sein Rad verschönert mit nem suuuuper breiten Ledersattel das sieht vielleicht aus aber da muss man einfach entscheiden was einem wichtiger ist ein toll aussehendes Rad oder ein nicht-schmerzender Popo hm weiß auch nicht aber soweit ist es noch nicht oops ich schweife ab wollt ich ja gar nicht und was ich noch mit dir machen will lieber Frühling ist wieder gaaaaanz viel draussen sein als ich gestern Abend aus der Kneipe kam und nach Haus gefahren bin ja ich gebe es zu mit dem Autoooo und nicht mit den Rad ich hab doch noch kein Neues war die ganze Karli schon wieder voll mit Menschen die draussen auf den Boulevards gesessen haben das war so schön anzusehen und mein Herz hüpfte gleich vor Freude auf baldige warme Biergartenabende und kurze Sachen anhaben und ohne Strümpfe in Schuhen sein und auf Sonne im gesicht und mit Decke und Buch am Cossi liegen und eben das tolle Gefühl durch die Südvorstadt zu laufen wenn alle draussen sitzen und das leben genießen ein klein wenig muss das noch warten ist noch ganz schön kalt nachts also streng dich mal ein bissl an und mach es mal wärmer als nächstes geh ich erstmal in den Park und klaue Blümchen.


Viele liebe Grüße, deine KK

Freitag, März 19, 2010

Live: Heringshäckerle Deluxe!

Rina illustration exhibition


Gestern hat meine erste Ausstellung in einem netten Cafe angefangen!
Das war immer ein Traum, eine Ausstellung zu eröffnen.
In diesem Cafe kann man ganz gut Vollkornreis essen und Pflaumenwein trinken.
Einige Bilder habe ich in Leipzig gemalt!
Ich hoffe, dass meine Bilder gefallen vielen Leuten, die das Cafe besuchen.



Samstag, März 13, 2010

Freitag, März 12, 2010

Homestories, die 3. oder so

Manchmal fahre ich nach Hause.
Ja, ich sage, "...nach Hause". Dazu muss ich sagen, ich rede auch von "nach Hause", wenn ich im Urlaub vom Brötchen holen komme oder das Büro verlasse oder eben zu meiner Familie fahre. Und jaaaa...ich fühle mich schnell irgendwo zu Hause, wo ich meine Sachen verteilen kann...ich weeeeiiiißßßß...
Also. Bin ich also zu Hause. Meint dieses Mal OW. Ich fuhr mit zweierlei Motivation: Mudders Geburtstag feiern und nix tun.
So sieht nun die Realität aus:
Ich komme an. Geht schon los, dass ich auf dem sonst so geräumigen Hof (im Sommer vor 2 Jahren wurde sogar mitten in seine Mitte ein Brunnen gebaut, damit der arme Hof nicht so leer ausschaut) keinen Parkplatz finde! Nich wahr! Ey, ich bin gestresst! Paaarkäään wollääään!! Ich stelle einfach, schließlich wohne ich hier, mein Auto irgendwie ab. (Meint: ich stelle einfach den Motor aus und stehe in der Einfahrt) Ha! So nehme ich denn die Treppen in Angriff, mit Geschenk, Koffer, Handtasche und halbvollem Lieblings-Starbu...-Kaffeebecher. Heißt, ich bin so bepackt, dass ich kaum was sehen kann. Auch meine Füße nicht. Schlecht. Denn: da stehen Schuhe, wo sonst nie Schuhe stehen!! Hallo? Ich kann 100 Jahre alt werden, im Dunkeln heim kommen und mich IMMER orientieren, ohne zu stolpern! Auch DAS ist heim kommen. Nur: heute wohl nicht. Ich stolpere. In dem nun folgenden Balance-Akt verliere ich fast mein Leben. Fast wäre ich die Treppe runter gestürtzt. Ich hab doch KNIEHIE! Kann denn hier keiner mitdenken? OHRBITTE!
Endlich stehe ich vor der (Glas)Tür zum Ess-Wohn-Küchenzimmer. Hab die Tür noch nicht geöffnet und hab plötzlich ein Déjà-vu.... Erster Tag Fleurop.... Blumen..... vieeeeele Blumen....Nase kitzelt. Haaaaaaaatschieeeee....
Ich habe vergessen, wie es ist, wenn eine Lehrerin Geburtstag hat. Dann meint man, man lebt in einem Blumenladen. Alles voll. Echt! Sämtliche verfügbaren Abstellflächen sind! voller! Blumen! Und es ist schöööön. Lauter Frühlingssträuße. Und nein, ich lasse meinen Blick nicht aus dem Fenster wandern. Denn dann würde ich Schnee sehen. Bah! Reicht jetze!

Schön wars. Geburtstag mit der Verwandtschaft und Eltern-Freunden feiern, sinnlos viel essen und sinnloses Zeug reden. Geschichten über die Arbeit erfinden, z.B. "ooohhh, alles toll!" :) Sich immer die selben Fragen fragen lassen und immer mit ähnlichen Allgemeinplätzen antworten. Auch das kann nach-Hause-kommen sein. Gegen zehn ertappe ich mich dabei, dass die vormals volle Flasche RW alle ist. Wiesndaspassiert? Schaue vorwurfsvoll in die Runde...kein Weinglas..außer eines. Und in dem Glas hat der schöne Wein schon Ränder gebildet, vor lauter Missachtung. Also ich, allein?? Oh. Naja. Is ja Freitag. :) Ach nee, Donnerstag. :(
Paul neigt zum Aperolismus und ich? Zum Rotweinismus? Für heut soll mir das wurscht sein. Für heut lasse ich den Abend angetüddelt mit meinen Ellis ausklingen, auf den Küchenstühlen lümmelnd und angenehm entspannt.... Nach Hause kommen...
Die Realität holt mich morgens um 6 ein. Hab vergessen, meine Ohros einzustöpseln. Argh. Mutter steht auf, ach ja. Und ich kann weiterschlafen, das fällt mir noch ein, bevor ich wieder ins Traumland entschlummere. Ich glaub, mit nem dicken Grinsen. Frei-tage sind toll. Als ich gegen kurz vor 9 das nächste Mal die Augen aufklappe, immer noch grinsend, weiß ich unterbewusst...das irgendwas ist. Und laaangsam dämmert mir die Erkenntnis, dass ich Omma gestern abend zugesagt hatte, sie zum Arzt zu fahren. Ach! du! schei...! Das heißt: aufstehen. Haare kämmen, sich-vorführen-lassen...."AAACH..ist das ihre Enkelin? Ist die groß geworden! Sieht aus wie die Moniiiiiii....und erst die Haaaaaareeeeee..." Hallo? Ich bin anwesend und sprechen kann ich auch schon. "Das ist ja mal schön, dass DU mal da bist....die Oma erzählt immer soviel von DIR...du bist in Nordhausen, nicht????" Wer sind Sie denn? Warum duzen mich hier eigentlich alle?
Und weiter gehts. Konsum-Besuch. Wieder unglaublich viele alte Menschen, die ne Milch kaufen oder ne Rolle Küchenkrepp. Die meisten sind nur da, um ein Schwätzchen zu halten. Und ich mittendrin. Mit nem Krampf in den Mundwinkeln. Immer schön lächeln... Oma zuliebe. Vielleicht möchte ich auch mal meine Enkel in den Konsum ausführen. Oder zum Arzt.
Wieder zu Hause, bin ich sichtlich gestresst. Ist das nix-tun? Muss das sein? Ja! Denn auch das ist nach-Hause-kommen...
Ein schönes Wochenende uns allen...

Mittwoch, März 10, 2010

Update


Aufgrund diverser Feier- und Freizeitaktivität am Wochenende bin ich nicht wirklich zum Bloggen gekommen. An dieser Stelle daher mal ein kleines Update. Am Freitag ging es dann tatsächlich zusammen mit Vreni zum Best of Musical, quasi eine toll gemachte Live-Trailershow der bekanntesten und erfolgreichsten Musicals. Auch mein Kindheitstrauma Lion King war dabei, aber statt meinen Durst zu stillen, will ich es jetzt nur noch mehr sehen. Vreni und Sweta (siehe Charmebolzenparade auf Bild unten) übrigens auch - wer sich also unserer Städtereise nach Hamburg anschließen will, kann sich gerne bei mir melden.
Auf Kulturprogramm folgte schließlich die nicht minder weiterbildende Sportveranstaltung des IFZ. Wie zu erwarten war, waren wir dort unter den wenigen Volltrotteln, die sich dann wirklich gemäß des Mottos mit Jogginghose und Stirnband in Sportkluft geschmissen hatten. Darauf folgten dann die unvermeidlichen Überstunden...
Diese Woche begann dann genau wie die letzte endete...

Donnerstag, März 04, 2010

Time Warp



Falls ihr euch schon immer mal gefragt habt, wie es wohl in Zeitlupe aussehen mag, wenn ein menschlicher Arm eine Betonplatte zerschlägt oder eine Wasserluftballon in ein Gesicht klatscht, dann ist die britische Sendung "Time Warp" genau das Richtige für euch. Mit modernsten Hochgeschwindigkeitskameras werden hier teils gewöhnliche, teiles sehr abgefahrene Experimente gefilmt. Fast schon unheimlich!

Mittwoch, März 03, 2010

Descent To The End

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Bei meinem neusten Mix erlaube ich mir ein kleines Experiment. Techno ist nicht gleich Techno. Das ist so ziemlich eine der ersten Lektionen, die ich lernen musste. Die einen mögen es eher softer, die anderen eher härter. Die einen tanzen oben, die anderen unten. Dass ich bei dieser Ausrichtung oft hin und her pendle, habt ihr sicherlich schon an meiner Musikauswahl bemerkt. Generell ist die BPM-Skala bei mir nach oben hin offen - nur zu langsam darf es nicht werden. Aus dem Versuch, den Technogeschmack anderer messbar zu machen, ist "Descent To The End" entstanden. Der einstündige Mix beginnt erst ganz sachte bei 125 und steigert sich in seinem Verlauf schließlich auf satte 150 BPM. Interessant für mich ist nun, an welcher Stelle IHR genug habt. Bei welcher Minute sagt ihr: "Jetzt reichts!" Das Resultat könnte für interessante Ergebnisse sorgen und selbstverständlich den akademischen Einsatz in der Musikwissenschaft! Also: Descent To The End! <

Download Descent To The End (Mit Rechtsklick Speichern)

Mixarchiv (im Ordner "In The Mix")


Montag, März 01, 2010

Dominion

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Neulich hat die inzwischen bald 5 Jahre andauernde Jagd nach einer Alternative zu Wizzard endlich ein Ende gefunden. Dominion, dem Spiel des Jahres 2009, erfreut sich unter einigen von uns schon nach wenigen Tagen bester Beliebtheit. Die Beschreibung klang zunächst etwas abschreckend:

Du bist ein Monarch, genau wie deine Eltern zuvor – Regent eines netten kleinen Königreiches mit Flüssen und immergrünen Ländereien. Doch anders als deine Vorfahren hast du Hoffnungen und Visionen. Du willst mehr! Mehr Flüsse, mehr immergrüne Ländereien. Du willst ein Imperium, dein Dominion! In allen Himmelsrichtungen liegen kleine Herzogtümer und Lehen, deren Herrscher nur darauf warten, dass du sie unter deinem Banner vereinst.


Das wirkt zunächst wie eines dieser langatmigen Rollenspiele, ist allerdings ein als geselliges Kartenspiel verkleidetes Trading Card Game. Wer jemals Magic the Gathering & Co. gespielt hat, wird sich bei Dominion schnell zurechtfinden. Dabei ist das Spiel so unkompliziert, dass wirklich jeder Neuling schnell einsteigen kann. Das Spiel, das vor über einem Jahr erschien, erfreut sich in Spielerkreisen bester Beliebtheit und kann schon jetzt mit 2 Erweiterungen aufwarten. Unbedingt ausprobieren!

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Freitag, Februar 26, 2010

Skies over Leipzig

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Donnerstag, Februar 25, 2010

Sprache der Ideen



Der Amoklauf des Verein der Deutschen Sprache (VDS) und weiteren selbsternannten Sprachkreuzrittern geht weiter. Nun ruft Außenminister Westerwelle höchst persönlich die Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" ins Leben. Thomas Steinfeld von jetzt.de macht sich aufgrund dieses neusten Bullshits... ähh Schabernacks höchst interessante Gedanken.

Die deutsche Sprache kann sich gegenwärtig vor Liebhabern kaum retten. Inniger, aber auch lautstärker als seit langer Zeit wird sie zum Gegenstand des Nationalstolzes erhoben. Doch dass abstraktes Lob verblödet, gilt auch für Huldigungen an die Sprache. Johann Gottlieb Fichtes "Reden an die deutsche Nation" aus dem Jahr 1808, die Schrift, in der er, neben vielem anderen, die Überlegenheit der deutschen Sprache gegenüber allen anderen Kultursprachen beweisen wollte, ist nicht zufällig in einem furchtbaren Deutsch geschrieben. Fichtes Sprache darin trägt - ähnlich wie in der Rede von der "Sprache der Ideen" - Züge einer großen Überheblichkeit. Selbstverständlich kann man die deutsche Sprache schätzen, ja sogar lieben, ihrer Eigenart und ihrer Geschichte wegen. Ihr aber als solcher zu huldigen, nur weil sie da ist und von hundert Millionen Menschen gesprochen oder von fünfzehn Millionen Menschen gelernt wird, ist nicht nur unergiebig, sondern schadet auch der Sprache: weil eine solche Huldigung von allem absieht, was die Sprache selber ausmacht.

Auf seltsame, oft bestürzende Weise verknüpfen sich dabei immer wieder Sprachkritik und Moral: so als wäre jeder, der unbeholfen, unverständlich, fehlerhaft spricht oder schreibt, zugleich ein lächerlicher, wenn nicht sogar schlechter Mensch - und der andere, der ihn bei einem Vergehen wider die gute Sprache ertappt, immer schon ein Richter, der, weil das Verbrechen ja offenbar ist, sich über dessen Ursachen keine Gedanken mehr machen muss. Worin besteht dieses Vergehen? Sich irgendwie an der "Sprache der Ideen" versündigt zu haben. Und so hallt nicht nur der Ruf "Hinsetzen, sechs!" durch das imaginäre Klassenzimmer, das die neuen Deutschlehrer unter Umständen auch in Eissporthallen eröffnen, sondern auch der Fanatismus der Nation.

Nicht weniger zweifelhafte Gestalten sind die Puristen, die, als Verein organisiert oder auch nicht, die deutsche Sprache von englischen Lehnwörtern befreien möchten. Dabei ist gegen die Bevorzugung von deutschen Wörtern wie gegen das Eindeutschen von Fremdwörtern gar nichts zu sagen. "Strom" heißt es gewöhnlich, wenn es darum geht, was sich in einer Steckdose verbirgt, und gewiss wäre "Elektrizität" das richtigere Wort, weil es auch die Spannung enthält - und trotzdem weiß jeder, was gemeint ist. Das Ersetzen von Wörtern aus Fremdsprachen durch mehr oder weniger erfundene, neu geschaffene deutsche Wörter hat, von Johann Christoph Adelung bis Eduard Engel, eine große Tradition im Deutschen, und es ist, vom "Hirngespinst" bis zum "Mülleimer" manches schöne Wort dabei entstanden. Denn das Eindeutschen schafft oft eine Bildlichkeit, wo es vorher nur eine Vokabel gab. Und trotzdem ist dieser Purismus unangenehm: Denn was noch um 1800, bei Adelung, Campe, Lessing, Klopstock oder Goethe, ein Programm zur Entwicklung des Deutschen gewesen war, hat sich längst in ein Unternehmen zur Abwehr des Fremden verwandelt. Auch das ist nicht ohne Überheblichkeit zu haben.

Zum ganzen Artikel

Samstag, Februar 20, 2010

Donnerstag, Februar 18, 2010

Von Bürokratenhengsten und anderen Ärgernissen!


Wundert ihr euch nicht manchmal, das der moderne Amoklauf heute meist in Schulen stattfindet? Wann hat das letzte Mal ein Amoklauf in einem Arbeitsamt oder in einem Sozialamt stattgefunden? Das ist doch eigentlich der Ort der die Menschen in den Wahnsinn treibt. Oder haben alle anderen einfach ne dickere Haut als ich?
Ich versuche ja gerade Wohngeld zu beantragen. (Der Rohde Wohngeld? fragt ihr euch jetzt, ist der nicht schon längst Aktienmillionär? Nein ist er nicht!)
Dafür hat mir das Wohngeldamt eine schöne Liste voller Fragen und zu erbringender Nachweise geschickt! Hm das meiste geht ja ganz schnell, Kontoauszüge, Nachweise über dies und das und einen Bafög-Negativbescheid. Ich bin 29 Jahre und war bereits Jahre lang an der Uni Leipzig eingeschrieben. Ich bin NICHT Bafög berechtigt! Was verlangt also das Bafögamt von mir? Natürlich, dass ich wie jeder andere einen Antrag auf Bafög ausfülle. Einen Monatgenauen Lebensablauf über mein Tun der letzten 10 Jahre. Und eine Exmatrikulationsbescheinigung der Uni Leipzig. Hallo haben sie nicht zugehört ich studiere jetzt in Dresden!!! Ich muss also exmatrikuliert sein, das musst ich ja schon der Uni selber vorweisen? Macht das in ihrem Kopf Sinn? (fragte ich die Schafähnliche, wasserstoffblonde Fastrentnerin). Ja! blökte sie. Mein Blutdruck war ganz gefährlich vorm Schlaganfall und die Hand am Schaft meiner nicht vorhandenen Axt. Also liebe Amokläufer nehmt euch doch bitte die verfluchte deutsche Bürokratie vor und lasst die Teenis am Leben aus denen wird vielleicht noch was!

Mittwoch, Februar 17, 2010

Plastic Planet

"Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken." Ein Credo, das wie perfekt scheint für die vielen Grünenwähler unter uns. Die wettern ja immer so gern gegen Dosen und Glasflaschen und beschwören damit den Teufel der PET-Flasche. Was in dem Wunderkunststoffen nämlich so alles lauert (mal abgesehen vom umwelttechnischen Standpunkt) ist beinahe lebensgefährlich für eine Spezies auf diesen Planeten - nämlich uns! Wie wäre es, wenn wir ausnahmsweise mal an uns denken und unsere Getränke nicht aus irgendwelchen Siffbehältern zu uns nehmen?? Zurück mit der Flasche, sag ich!



Plastic Planet kommt am 25. Februar in die Kinos.

Dienstag, Februar 16, 2010

Serverumzug

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Da der alte WGBlog-Server bereits aus allen Nähten platzte, zieht der WGBlog heute auf einen neuen, viel größeren Speicherplatz um. Eigentlich bleibt alles beim alten, allerdings sind meine Mixe nicht mehr unter den alten URLs verfügbar. Diese können stattdessen jetzt ganz bequem von meiner iDisk im Ordner "In the Mix" gezogen werden!

Hier geht's zum Download

Dumm gelaufen

Sexuelle Belästigung beim Bundesvision Song Contest... produziert Raab seine Pannenclips jetzt selbst? Derb.

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